Wirtschaft

"Jugendkonten sind durch die Bank fair"

Eine Erhebung der Salzburger Arbeiterkammer bringt gute Nachrichten für Jugendliche und Eltern. Trotzdem rät die AK zu Vergleichen.

Symbolbild SN/APA/HERBERT PFARRHOFER
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Die Arbeiterkammer hat die Banken auf ihre Jugendkonten abgeklopft. Das Resultat: Keine Beanstandungen, keine Stolpersteine oder versteckte Fallen für Jugendliche. AK-Konsumentenschützerin Daniela Gabler: "Alle von uns erhobenen Jugendkonten sind grundsätzlich kostenlos und haben teils nette Extras, wie beispielsweise eine Unfallversicherung, mit im Paket. Trotzdem raten wir Jugendlichen und ihren Eltern, Produkte mehrerer Banken miteinander zu vergleichen, gibt es doch etwa bei Alterslimit, Leistungsumfang oder Spesen Unterschiede."

Die Salzburger AK hat heuer im Mai und Juni die Banken zu ihrem Angebot hinsichtlich Jugendkonten abgefragt. Von 15 angeschriebenen Salzburger Banken haben zehn geantwortet.

AK-Expertin Daniela Gabler, die diese Erhebung durchgeführt hat: "Zusammenfassend gibt es für Kinder und Jugendliche Angebote ab zehn bis maximal 27 Jahren. Entsprechend dazu sind auch die Anreize für jede Altersgruppe unterschiedlich ausgestaltet." Alle Jugendkonten sind laut AK kostenlos und haben verschiedene Extras anzubieten: Zum Beispiel: Kostenlose Bankomatkarte, Eröffnungsgeschenke, kostenlose Prepaid-Kreditkarten, gratis Unfallversicherung oder Vorteile und Vergünstigungen im bankeigenen Club.

Die "Überleitungsprozesse" in die Erwachsenenkonten seien in allen erhobenen Geldinstituten geplant und laut Auskunft der Banken werden die jungen Kundinnen und Kunden vorab rechtzeitig und direkt kontaktiert. Gabler: "Eine durch die Bank gute Nachricht für Jugendliche und Eltern: In Bezug auf die Produkte gibt es nichts zu beanstanden. Sie sind kostenlos, rechtlich unverbindlich und jederzeit kündbar."

Das Ziel der Banken ist, mit solchen Produkten Jugendliche schon früh an die Bank zu binden. Studien haben ergeben, dass nur sehr selten die Bank gewechselt wird. Eine deutsche Studie kommt zum Schluss, dass nur 20 Prozent der Bankkunden Wechselkunden sind.

Die AK hat Tipps für Jugendliche:

1. Vergleicht die Bedingungen und den Leistungsumfang

2. Beachtet das Alterslimit und die Umstellung auf ein kostenpflichtiges Konto

3. Schaut auf Spesen für Barabhebungen ohne Karte. Manche Banken verrechnen dafür etwas

4. Achtet auf die Kontodeckung
5. Holt Euch regelmäßig Kontoauszüge. Nur wer einen Überblick über seine Finanzen behält, lernt den richtigen Umgang mit Geld.

Quelle: SN

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