Wirtschaft

Mittersill: Ein Frühstart in die Skisaison

Auf dem Kitzsteinhorn pflügen Skifahrer seit Wochen durch den Schnee. Ab Samstag ist auch am Resterkogel in Mittersill Skilaufen möglich.

Der Winter in Salzburg beginnt immer früher. Zumindest im Bereich Resterhöhe/Resterkogel in Mittersill. Dort ist ab Samstag Skifahren möglich. Zwei Kilometer lang ist die Piste. Zwischen 1000 und 1500 Skifahrer werden erwartet. "Das sind Erfahrungswerte aus den vergangenen drei Jahren", sagt Andreas Hochwimmer, er ist Betriebsleiter der Bergbahnen Kitzbühel. Möglich machen das Schneedepots. 40.000 Kubikmeter Kunstschnee wurden nach Ablauf der Wintersaison auf Halde gelegt. "Snowfarming" lautet das Zauberwort. "Mit der Firma Steinbacher haben wir eine spezielle Folie entwickelt." Eine Hartschaumisolierung, jede Menge wasserdichte Silofolie und ein Vlies trugen dazu bei, dass der Verlust an Masse sehr gering war.

Die Reise in den Winter kann mit der Panoramabahn in Hollersbach Richtung Resterkogel angetreten werden. Dort geht es mit der Vierersesselbahn weiter bergwärts. Nach dem Wochenende 14./15. Oktober bleibt die Piste vor allem den ÖSV-Stars und dem Skinachwuchs als offizielles Trainingsgelände vorbehalten. Ab Samstag, 21. Oktober, laufen die Lifte dann durchgehend. Auch in allen anderen 70 Skiorten des Landes stehen Seilbahner und Touristiker mit Blick auf den Winter in den Startlöchern. Die Buchungssituation sei besser als im Jahr zuvor, verrät Manuela Wolf, Geschäftsführerin der Wolf Hotels in Saalbach-Hinterglemm. Ihr Kollege Erich Bergmüller, er ist Geschäftsführer des Naturhotels Edelweiß in Wagrain, bestätigt das.

Leo Bauernberger, Geschäftsführer der Salzburger Land Tourismusgesellschaft (SLTG), erwartet eine "kompakte" Saison. Die Weihnachtsfeiertage lägen diesmal günstig, der Ostermontag falle auf den 1. April.

25 Millionen Gästenächtigungen wurden seit November 2016 in Salzburg verbucht. Zehn Millionen davon im Sommer. Lob kommt von Landeshauptmann Wilfried Haslauer: "Unsere Bergbahnen tragen wesentlich zum Erfolg bei." 2500 Pistenkilometer - drei Mal die Strecke Salzburg-Berlin - gebe es im Land. 85 Prozent davon könnten künstlich beschneit werden. Salzburg bewege sich skitechnisch dank der Seilbahnen "in der Champions League". Ein neidvoller Blick Richtung Schweiz wäre nicht mehr angebracht. Nach wie vor kommen sechzig Prozent der Gäste aus Deutschland (38 Prozent) und Österreich (22 Prozent).

Völlig azyklisch ist der Ansatz Salzburgs in Sachen Großbritannien. Trotz der Brexit-Wirren investiert die SLTG bis 2020 eine Million Euro in Marketingmaßnahmen am britischen Markt. Hintergrund: Die Briten bleiben länger (sieben Tage) und geben mehr aus als andere. Nämlich 141 Euro. Und die Liebe der Briten zu Salzburg sei ungebrochen. Bauernberger: "Große Airlines wie Eurowings, British Airways, Ryan air oder easyJet reagieren mit höheren Frequenzen." Auch der russische Markt erhole sich (plus 9 Prozent). Und: Im größten Bord-Magazin Russlands ("Aeroflot") werde in einer Zehn-Seiten-Reportage über Bad Gastein und das Salzburger Land geschwärmt.

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