Wirtschaft

Nach 25 Jahren fällt der Bahnschranken in Bad Vigaun

Rund 1,8 Millionen Mal hat sich der Schranken in Bad Vigaun geschlossen. Mit der neuen Rad- und Fußwegunterführung, die heute, Freitag, offiziell eröffnet wurde, ist er endgültig Geschichte.

Nach 25 Jahren fällt der Bahnschranken in Bad Vigaun SN/öbb
ÖBB-Projektleiter Christian Höss, Landesrat Hans May und Bürgermeister Fritz Holztrattner - der Bahnschranken „Langwies“ in Bad Vigaun, der sich seit der Inbetriebnahme im Jahr 1991 rund 1,8 Millionen Mal geöffnet und geschlossen hat, gehört nun endgültig der Vergangenheit an.

Der einfache Zugang zur umweltfreundlichen Bahn ist ein wesentlicher Faktor, um noch mehr Fahrgäste vom hohen Qualitätsstandard der Salzburger S-Bahn zu überzeugen. Die ÖBB-Haltestelle in Bad Vigaun liegt diesbezüglich an der Paradestrecke, der Schnellbahnlinie S3, die täglich im Halbstundentakt zwischen Freilassing, Salzburg und Golling unterwegs ist.

Seit April wurden die Haltestelle und der Bahnübergang in der Kurgemeinde im Tennengau umfangreich modernisiert. Als erster wichtiger Bauabschnitt wurde die neue Unterführung umgesetzt, die heute, Freitag, von Landesrat Hans Mayr (SBG), Bürgermeister Fritz Holztrattner (ÖVP) und ÖBB-Projektleiter Christian Höss offiziell ihrer neuen Bestimmung übergeben wurde. Ab Mitternacht steht die neue Unterführung für Fußgänger und Radfahrer zur Verfügung.

Bahnschranken hat sich rund 1,8 Millionen Mal geöffnet und geschlossen

Der Bahnschranken, der sich seit der Inbetriebnahme im Jahr 1991 rund 1,8 Millionen Mal geöffnet und geschlossen hat, gehört nun endgültig der Vergangenheit an. Landesrat Hans Mayr zeigt sich erfreut: "Die Errichtung der Unterführung stellt einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit dar. Die zusätzliche Modernisierung der Haltestelle in Verbindung mit der Park-&-Ride-Anlage ist ein Musterbeispiel für die Multimodalität. Diese Bestrebungen decken sich mit den Anforderungen des Salzburger Landesmobilitätskonzeptes salzburg.mobil 2025."

ÖBB: Projekt ist im Zeit- und Kostenplan

Auch der ÖBB-Projektleiter für Salzburg, Christian Höss, zeigt sich zufrieden und dem Bauablauf: "Wir befinden uns im Zeit- und Kostenplan und mit dem Abbau des Schranken ist ein weiterer Meilenstein zur Modernisierung umgesetzt." Der Vigauner Bgm. Fritz Holztrattner (ÖVP) sieht viele Vorteile für seine Bürgerinnen und Bürger: "Die Wartezeit an den Schranken ist nun endgültig vorbei - ab sofort heißt es freie Fahrt für Fußgänger und Radfahrer."

Neue Unterführung nur für Fußgänger und Radfahrer

Bevor mit den Arbeiten an der neuen Unterführung begonnen werden konnte, mussten zunächst technische Anlagen an der Haltestellen verlegt werden. Dazu wurden Ende Mai zwei Stahlträger-Hilfsbrücken bei den Gleisanlagen eingebaut. Im Schutze dieser beiden Brücken wurden intensive Grabungen für die neue Unterführung durchgeführt. Die Unterführung selbst ist ein rund 15 Meter langes und 5,5 Meter breites Element, das seitlich versetzt betoniert wurde und dann in Präzisionsarbeit auf Schienen in die endgültige Lage gezogen wurde. Beiderseits der Bahnstrecke wurde eine je 90 Meter lange, leicht abfallende Rampe errichtet.

Mit der Inbetriebnahme der neuen Unterführung für Bahnkunden, Fußgänger und Radfahrer, ist der Bahnschranken "Langwies" endgültig Geschichte. Zwischen Salzburg Hauptbahnhof und dem Bahnhof Golling hat sich somit der letzte öffentliche Schranken für immer geschlossen. Zudem ist die Unterführung ein wichtiger Lückenschluss im Tauernradweg.

Neue Bahnsteige und Personenlifte als Erleichterung

Als nächster Schritt wird eine barrierefreie Haltestelle im bekannten Salzburger S-Bahn-Design als weiterer Projektbestandteil umgesetzt. Moderne Glaskonstruktionen, welche durch die Einbindung des Tageslichts für eine helle und freundliche Atmosphäre sorgen, sowie zwei neue, je 160 Meter lange Bahnsteige, die künftig gegenüber angeordnet sind, machen den Zugang zur umweltfreundlichen Bahn noch attraktiver. Die überdachten Bahnsteige sind jeweils über eine Stiege oder zwei Personenlifte erreichbar, was vor allem für mobilitätseingeschränkte Kunden oder Eltern mit Kinderwagen sowie Reisende mit schwerem Gepäck eine enorme Erleichterung darstellt. Die neue Haltestelle wird zudem auch mit einem taktilen Blindenleitsystem, das sind Rillenplatten am Boden als Leitlinie für Menschen mit Sehschwäche, ausgestattet.

Monitore werden die Abfahrtszeiten künftig in Echtzeit anzeigen

Für die aktuelle Kundeninformation werden mehrere Monitore die nächsten Zugabfahrtszeiten in Echtzeit anzeigen. Bis Ende Mai 2017 sollen beide neuen Bahnsteige ihren Kundenbetrieb aufnehmen können. Aufgrund der noch umfangreichen Bauarbeiten an der Haltestelle kann es zu Einschränkungen für die Kunden kommen und teilweise nur ein Bahnsteig für beide Fahrtrichtungen zur Verfügung stehen. Die ÖBB sind bemüht, die Wege auch während dieser Bauphasen so kurz als möglich zu halten und bedanken sich im Vorfeld für das Verständnis.

Neue Park-&-Ride-Anlage für PKW, Fahrräder und Mopeds

Als dritter wesentlicher Bestandteil der Modernisierung in Bad Vigaun wird eine neue Park-&-Ride-Anlage für die Bahnkunden errichtet. Die flächige Anlage wird beleuchtet sein und insgesamt Platz für 60 PKW-Stellplätze bieten. Ein überdachter Bereich wird zudem für das sichere Abstellen von Fahrrädern und Mopeds geschaffen. So stehen mit der Fertigstellung im Juli 2017 dann 48 Radstellplätze sowie 10 Mopedstellplätze, beide Bereiche überdacht, für die Fahrgäste bereit.


Quelle: SN

Aufgerufen am 21.09.2018 um 03:05 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/nach-25-jahren-faellt-der-bahnschranken-in-bad-vigaun-933886

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