Wirtschaft

Neue Bahnen, neue Pisten: Pinzgauer Skigebiete schließen Lücken

Wer 56,50 Euro für einen Tagespass zum Skifahren ausgibt, der will auch was geboten haben: Die Liftbetreiber im Raum Zell am See/Kaprun haben erneut viel Geld in die Hand genommen, damit ihre Gebiete durch Lückenschlüsse zusammenwachsen.

Hoch hinaus – hier auf das Kitzsteinhorn in Kaprun. SN/gletscherbahnen kaprun
Hoch hinaus – hier auf das Kitzsteinhorn in Kaprun.

Der Gletscher auf dem Kitzsteinhorn ist nun direkt von Kaprun mit dem Lift erreichbar, und die Schmittenhöhe dockt an Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn an.

Und alle drei Skigebiete sind erst im Vorjahr zum Ticket-Verbund "Alpin Card" zusammengewachsen, der laut Homepage mit bis zu 121 Seilbahnen und Liften sowie 408 Pistenkilometern aufwartet.

Am Mittwoch wurden bei einem Mediengespräch die Auftaktveranstaltungen für die kommende Saison beworben, denn ohne "Opening-Event" startet heute kein Skigebiet mehr in den Winter.

"3K K-onnection" heißt die neue Seilbahnverbindung, die ab 30. November den Kitzsteinhorn-Gletscher an das Ortszentrum von Kaprun anbindet. Die neue Dreiseilumlaufbahn schließt die Lücke zwischen dem Maiskogel und dem "Kitz".

Die erste Etappe "MK Maiskogelbahn" ging bereits vorigen Dezember in Betrieb. Damit ersparen sich Einheimische wie Urlauber die gut sechs Kilometer lange Autofahrt hinein ins Achental zur Talstation des "Gletscherjet", der anstelle der Standseilbahn nach der Katastrophe im Jahr 2000 errichtet worden war.

Über 81 Millionen Euro haben die Gletscherbahnen in dieses Projekt gepumpt, die bei weitem größte Investition in ihrer über 50-jährigen Geschichte. Die neue Kette aus sechs Seilbahnen hat eine Länge von insgesamt zwölf Kilometern und überwindet dabei 2.261 Höhenmeter. "Die längste durchgehende Seilbahnachse und die größte Höhendifferenz in den Ostalpen", freut sich Gletscherbahnen-Vorstand Norbert Karlsböck.

Und Superlative sind wichtig beim Bewerben der Skigebiete, heißt es aus der Branche. Mit ihren nunmehr 408 Pistenkilometern reiht sich auch die "Alpin Card" in die obere Liga der europäischen Skigebiete ein. Die Größe des Skigebiets, die sichere Schneelage und die Vielfalt und Qualität der Pisten seien buchungsentscheidend, berichtete Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG, anlässlich des Zusammenschlusses: "Die Gäste wollen Abwechslung, da ist ein großes Skigebiet von Vorteil." Erleichtert wird der Verbund auch durch einen weiteren Lückenschluss, der am 7. Dezember vollzogen wird: Dann nimmt der "zellamseeXpress" in Viehhofen seinen Betrieb auf. Damit wird das Skigebiet der Schmittenhöhe ins Glemmtal geführt und von dort mit einem Skibus an Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn angebunden.

Zur Eröffnung der neuen "3K K-onnection" am 30. November wird die Seilbahnachse laut Veranstaltern in mystisches Licht getaucht, wurde heute mitgeteilt. Am Abend spielen "Wolfgang Ambros" sowie "Granada" in der Maiskogel Bergstation. Ambros' Ballade "Langsam wachs ma z'amm" ist auch die Titelmelodie des Kapruner Projektes. Der zweite noch lebende Teil von "Austria 3", Rainhard Fendrich, ist dann musikalischer Höhepunkt zur Eröffnung des "zellamseeXpress". Das Open-Air-Konzert, bei dem auch die dänische Singer-Songwriterin Aura Dione auftritt, am 7. Dezember ist bei der areitXpress Bergstation.

Quelle: APA

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