Wirtschaft

Neumarkter Bürger entwickeln ihren Ort

Eine Photovoltaik-Anlage mit Bürgerbeteiligung; ein Nachnutzungskonzept für das Bezirksgericht; ein Festsaal für Kultur- und andere Veranstaltungen; eine Attraktivierung der Wallersee-Ostbucht beim Strandbad sowie eine alternative Schule im Ort: Diese fünf Projekte sollen in Neumarkt mittels Bürgerbeteiligung weiterentwickelt werden. Wie das funktioniert, wurde vor wenigen Tagen fixiert.

Vorige Woche fand die Projektwerkstatt Neumarkt statt. Dabei wurden von den anwesenden 40 Bürgern erste Projekte ausgewählt, die sie umsetzen wollen. Basis dafür waren jene über 500 Projektideen, die in den letzten Monaten in den drei Plusregion-Gemeinden Köstendorf, Neumarkt und Straßwalchen eingereicht wurden. Hintergrund ist der lokale und regionale Marken- und Positionierungsprozess

"MIT.Reden MIT.Gestalten" der drei Gemeinden, der 2015 gestartet wurde - als sogenanntes Agenda-21-Projekt.

Folgende fünf Projekte haben die Neumarkterinnen und Neumarkter nun ausgewählt:

1. Bürgerbeteiligung Photovoltaik (PV)

Ziel ist, dass private Hausbesitzer, die eine PV-Anlage auf ihrem Dach bauen wollen, dabei unterstützt werden - auch beim Einholen von Förderungen.

2. Nachnutzungskonzept Bezirksgericht

Fix ist, dass das Bezirksgericht mitten am Marktplatz in wenigen Jahren nach Seekirchen abwandern wird. Danach könnte das historische Gebäude etwa für die örtliche Polizei oder auch für Geschäfte, innovative Ein-Personen-Unternehmen oder für Vereine genutzt werden. Der Vorplatz des Gerichts könnte sich zur "Neumarkter Schranne" entstehen, so die ersten Ideen.

3. Belebter Festsaal - Kultur, Veranstaltungen

Plusregion-Geschäftsführerin Birgit Ausserweger erläutert: "Es gibt einen Festsaal in Neumarkt im Schulzentrum, der allerdings schon etwas in die Jahre gekommen ist. Er soll renoviert werden und mit entsprechendem Programm bespielt werden - sei es im Kulturbereich in Form von Ausstellungen, Konzerte oder Kabaretts oder durch andere Veranstaltungen wie Hochzeiten. Dazu muss aber auch Veranstaltungs-Technik investiert werden."

4. Wallersee-Ostbucht und Nutzung des Naturraums Wenger Moor:

Eine Möglichkeit wäre, das "Wasserwunder Wallersee", einen bereits bestehender Erlebnisparcours, in Richtung Tagestourismus sowie als Naherholungs für die Neumarkter weiterzuentwickeln, sagt Ausserweger. "Hier ist eine Kooperation mit dem Tourismus-Studiengang an der Fachhochschule in Puch-Urstein angedacht."

5. Schule ganz natürlich und Alternative Schule für Neumarkt:

Es gibt ein Gruppe an Interessierten, die eine alternatives Schulmodell in Neumarkt anbieten will - fernab von den bestehenden Regelschulen. Geplant ist zunächst ein Bedarfserhebung, berichtet Ausserweger: "Das passt gut, weil Neumarkt bereits ein Schulzentrum ist, sich eines starken Zuzugs erfreut und auch verkehrsmäßig gut angebunden ist." Es gehe darum, Wissen etwas anders als an "herkömmlichen" Schulen weiterzugeben. Die Projektgruppe wolle aber zuerst eine Bedarfserhebung machen, um festzustellen, wie groß das Interesse an so einer Schule ist.

Pro Gruppe wurde bereits je ein/e Projektleiter/in ernannt. Diese haben bereits Folgetermine vereinbart. Es gab laut Ausserweger auch die Zusicherung von Bürgermeister Adi Rieger (ÖVP), dass auch die Gemeinde die Umsetzung der Projekte unterstützen werde. Ausserweger: "Es sind bereits alle der fünf Projekte bereits am Laufen. Im Optimalfall werden die ersten Projekte bereits 2017 umgesetzt." Worüber aber noch nicht gesprochen wurden, sind die Kosten. "Aber je konkrete die Pläne sind, umso eher lassen sich die Kosten abschätzen. Und eine Möglichkeit wäre auch, die Projekt mittels LEADER-Föderungen der EU umzusetzen," sagt die Plusregion-Geschäftsführerin.

Quelle: SN

Aufgerufen am 25.09.2018 um 02:03 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/neumarkter-buerger-entwickeln-ihren-ort-959476

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