Wirtschaft

Osteuropa als Chance oder Risiko

Die Teilnehmer des Industrie- und Zukunftsforums, das am Dienstagabend im Hangar-7 in Salzburg stattfand, beschäftigten sich mit der Frage, welche Rolle Osteuropa in Bezug auf Österreichs Wirtschaft zukommt.

Ohne Österreichs Unternehmer wäre der Wirtschaftsstandort Österreich nicht das, was er ist. "Der Grund für Österreichs wirtschaftlichen Erfolg sind tüchtige Unternehmerinnen und Unternehmer. Um uns bei diesen zu bedanken, bieten wir mit dem Industrie- und Zukunftsforum Salzburg eine hochkarätige Veranstaltung an, bei der Top-Referenten wie Siegfried Wolf, Vorsitzender der Russian Machines, über aktuelle Themen und Trends berichten", zollt Franz Gasselsberger, Generaldirektor der Oberbank, den heimischen Betrieben seinen Respekt.

Aus diesem Grund luden die Oberbank, die Industriellenvereinigung Salzburg und die "Salzburger Nachrichten" am Dienstagabend im Rahmen des Industrie- und Zukunftsforums in den Hangar-7. 350 Gäste folgten der Einladung zu dieser hochkarätigen Veranstaltung. Der österreichische Erfolgsmanager Siegfried Wolf, Vorsitzender der Russian Machines, sprach zum Thema "Osteuropa - Chancen und Risiken für Österreichs Wirtschaft" - aufgrund des Ukraine-Konfliktes ein höchst aktuelles Thema.

Auch zahlreiche Prominenz aus Politik und Wirtschaft ließ sich diesen Event nicht entgehen, darunter Irene Schulte (Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung Salzburg) und Josef Weißl (Vorstandsdirektor Oberbank). Stefan Hinteregger (G. Hinteregger & Söhne) war ebenso mit dabei wie Dieter Daum (Sony), Gerhard Woerle, Alain Favey (Porsche), Susanne Riess (Wüstenrot), Alexander Pappas und viele mehr.

Von abgesandelt kann keine Rede sein: Franz Gasselsberger, Generaldirektor der Oberbank, sieht die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Österreich positiv: "Die Konjunktur entwickelt sich in Österreich noch verhalten, dennoch stehen wir im europäischen Vergleich sehr gut da. Grund dafür sind starke Wirtschaftsregionen wie Salzburg mit tüchtigen Unternehmen aus Industrie und Mittelstand."

Ähnlich sieht es auch Rudolf Zrost, Präsident der Industriellenvereinigung Salzburg. "Die Industrie ist das Rückgrat der heimischen Wirtschaft. Sie schafft alleine in Salzburg derzeit rund 58.000 Arbeitsplätze. Zudem erzeugt die Industrie rund ein Viertel der Salzburger Wertschöpfung. Zahlreiche Salzburger Unternehmen verzeichnen eine Exportquote von über 90 Prozent. Der osteuropäische Markt war und ist deshalb für die Industrie von besonderer Bedeutung und gehört schon traditionell zu den von österreichischen Exporten sehr stark bedienten Märkten."

Laut Zrost müssen aber gewisse Voraussetzungen gegeben sein, damit die Unternehmen erfolgreich sein können. "Durch diese internationale Ausrichtung stehen unsere Produktionsunternehmen in einem immer härteren Wettbewerb. Deshalb müssen in Österreich für den Leistungssportler Industrie auch die besten Wettbewerbsbedingungen geschaffen werden. Das ist nur mit einer deutlichen Senkung der Abgabenquote, einer Flexibilisierung der Arbeitszeiten, der Schaffung eines modernen und konkurrenzfähigen Unternehmens- und Konzern-Steuerrechts sowie einer radikalen Vereinfachung des Steuersystems möglich."

Quelle: SN

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