Wirtschaft

Palfinger mit starker Bilanz 2016 und vollen Auftragsbüchern

Der Salzburger Kranhersteller Palfinger hat 2016 das siebente Jahr in Folge ein Wachstum hingelegt und erwartet auch für heuer ein Rekordjahr. Bis auf Lateinamerika würden alle Märkte sehr gut laufen, große Hoffnung setzt Palfinger künftig in die voranschreitende Digitalisierung und Automatisierung. Und mieten wird immer wichtiger als besitzen, so Vorstand Martin Zehnder am Dienstag.

Palfinger hofft auf ein gutes Gesamtjahr 2017.  SN/APA (Punz)/HANS PUNZ
Palfinger hofft auf ein gutes Gesamtjahr 2017.

Die Bilanzzahlen für das Vorjahr sind vom bisher größten Zukauf der Salzburger gekennzeichnet. Mit der Akquisition der norwegischen Herkules Harding Holding AS, einem führenden Anbieter von Rettungsausrüstung und Lifecycle Services für maritime Einrichtungen und Schiffe, wurde ein Unternehmen mit 140 Mio. Euro Umsatz übernommen.

Konzernweit legte der Umsatz um 10,3 Prozent auf knapp 1,36 Mrd. Euro zu, das operative Ergebnis (Ebit) erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 106 Mio. Euro. Bereinigt um Restrukturierungskosten gab es ein Ebit-Plus von 9,1 Prozent auf 123,7 Mio. Euro. Die Mitarbeiterzahl steigerte sich um 6,7 Prozent auf 9.580. Die Dividende bleibt mit 57 Cent je Aktie gleich.

Das Kerngeschäft "Land" war von der unverändert starken Nachfrage in der Region Europa und Naher Osten getragen, insbesondere im Hauptgeschäft Ladekran. In Nordamerika hat zwar die Nachfrage gepasst, aber nicht der Preis. In Russland und den benachbarten Staaten profitiere das Unternehmen von der lokalen Produktion - wie auch in allen anderen Ländern, in denen man auf Fabriken vor Ort gesetzt habe.

Palfinger-Vorstandschef Herbert Ortner kommentierte dies mit einer klar differenzierten Aussage. "Aus politischer Sicht bin ich ein absoluter Fan von Freihandel. Wirtschaftlich gesehen kommt uns die Abschottung zu gute", so Ortner.

Negativ ausgewirkt hat sich der niedrige Ölpreis, der zu deutlich weniger Aufträgen aus der Ölbranche führte. Positiv habe sich der Aufwärtstrend in der Windenergie ausgewirkt. Insgesamt vielen im Vorjahr Restrukturierungskosten von 17,7 Mio. Euro an, sie betrafen in erster Linie Nordamerika und den Marinebereich. In Österreich wurden 20 Mio. Euro investiert.

Künftig will sich Palfinger verstärkt als Komplettanbieter positionieren, was mit der Vernetzung von Lkw mit Kran an Bedeutung gewinne. Außerdem gehe der Trend ganz eindeutig hin Richtung Automatisierung. "Alles was automatisiert werden kann, wird automatisiert", so Zehnder. Für 8. März ist die Hauptversammlung (HV) von Palfinger einberufen.

Quelle: APA

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