Wirtschaft

Pongauer Unternehmen exportieren weltweit

Pongauer Betriebe exportierten im Vorjahr Waren im Wert von 779 Millionen Euro in 94 Länder. Ein Beispiel für ein exportstarkes Unternehmen ist die J. Meissl GmbH mit Sitz in Pfarrwerfen.

Die Terrasse der Elbresidenz, des einzigen 5-Sterne-Hotels der Sächsischen Schweiz, wurde von der Firma Meissl mit insgesamt 14 Großschirmen mit 5 x 5 bzw. 4 x 4 Meter Spannflächen und einer dazupassenden Schirmbar ausgestattet.  SN/sw/meissl
Die Terrasse der Elbresidenz, des einzigen 5-Sterne-Hotels der Sächsischen Schweiz, wurde von der Firma Meissl mit insgesamt 14 Großschirmen mit 5 x 5 bzw. 4 x 4 Meter Spannflächen und einer dazupassenden Schirmbar ausgestattet.

Die Salzburger Exportwirtschaft boomt, der Warenwert der Exporte ist 2017 auf 12,1 Milliarden Euro gestiegen, eine Steigerung von rund 14 Prozent gegenüber 2015. Das zeigt die im Zweijahresrhythmus durchgeführte Exporterhebung der Wirtschaftskammer Salzburg (WKS).

Thomas Albrecht, der mit August die Nachfolge von Christian Möller als Leiter des WKS-Fachbereichs Handelspolitik und Außenwirtschaft antreten wird, ging in einem Gespräch mit den PN auf die pongauspezifischen Zahlen ein: Der Bezirk St. Johann folgt dem salzburgweiten Trend, hier stieg der Wert der Warenexporte um 13,2 Prozent auf nunmehr 779 Millionen Euro. Wie für Salzburg insgesamt, ist auch für die Pongauer Betriebe Deutschland der wichtigste Auslandsmarkt. Waren im Gesamtwert von 235 Millionen Euro wurden in unser nördliches Nachbarland exportiert, gegenüber 2015 bedeutet dies ein sattes Plus von knapp 25 Prozent.

Während für das gesamte Bundesland die USA der zweitwichtigste Handelspartner sind, wurde dieser Platz im Pongau nun von Frankreich eingenommen. Dazu Albrecht: "Frankreich entwickelt sich überdurchschnittlich, der Wert der Exporte stieg um beachtliche 38 Prozent auf nunmehr 93 Millionen Euro. Die USA dagegen schwächeln, hier gab es 20 Prozent Rückgang. Sie sind nun der drittwichtigste Absatzmarkt für die Pongauer Exporteure." Während es mit Frankreich seit Jahrzehnten stabile Beziehungen gibt und die Märkte im EU-Binnenmarkt offenstehen, hat die recht sprunghafte (Wirtschafts-)Politik der USA für gewisse Unsicherheit gesorgt. Die nunmehrigen Strafzölle auf Aluminium und Stahl könnten den US-Markt weiter einbremsen. Erfolgsrezepte der heimischen Unternehmen seien die große Flexibilität und die enorme Innovationskraft, so Albrecht.

Eines der Pongauer Paradeunternehmen, das auf dem internationalen Markt sehr erfolgreich tätig ist, ist die Firma Meissl mit Sitz in Pfarrwerfen. Das Unternehmen ist auf Open-Air-Konzepte für die Gastronomie und den Innenstadtbereich spezialisiert. Ob Schirmbars, individuell zugeschnittene Überdachungskonzepte, Windschutzwände oder flexible Wintergärten, das Unternehmen setzt passgenaue Lösungen um. Der Jahresumsatz bewege sich im Bereich von acht bis 8,5 Millionen Euro, rund die Hälfte davon werde im Ausland erwirtschaftet, berichtet Geschäftsführerin Hermine Meissl.

Die Produkte selbst waren es, die für die Firma die Auslandsmärkte öffneten: "Wir sind in den touristischen Hotspots wie den Skigebieten und den Seengebieten sehr präsent. Dort machen natürlich auch Gastronomen und Hoteliers aus dem Ausland Urlaub. Der Erfolg unserer Kunden ist die beste Werbung und somit ein perfekter Türöffner für weitere Projekte. Wichtig ist auch die Präsenz bei Fachmessen wie der Intergastra in Stuttgart oder Internorga in Hamburg. Zu den wichtigsten Märkten gehören Deutschland, die Schweiz, Frankreich oder Italien (Südtirol). "Der deutsche Markt ist für uns sehr interessant, es gibt keine Sprachbarrieren, die Ansprüche an Qualität und die Arbeitsauffassung sind die gleichen", so Meissl.

Sehr erfolgreich ist man auch in der Schweiz. "Die touristische Struktur ist vergleichbar, es gibt viele Skigebiete und Seen." Die Produkte von Meissl sind komplex und technisch sehr ausgereift. Die Schirmlösungen werden vor Ort von Meissl-Mitarbeitern aufgebaut. Hier gibt es viele organisatorische Herausforderungen: In der Schweiz etwa muss zehn Tage vorher gemeldet werden, wann und mit wie vielen Mitarbeitern, die zu welchen Bedingungen angestellt sind, man die Arbeiten durchführen wird. "Die bürokratischen Herausforderungen sind enorm", so Meissl.
Die Außenwirtschaftsabteilung der WKS steht hier oftmals hilfreich zur Seite. Durch Erfahrungswerte lernt man natürlich auch in diesem Bereich ständig hinzu. Für den heimischen und den Weltmarkt gleichermaßen gilt: Innovation und Qualität sind immer ein Muss.

Aufgerufen am 19.10.2018 um 03:31 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/pongauer-unternehmen-exportieren-weltweit-29017444

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