Wirtschaft

Protest: McShark kopierte den Ausweis bei Kreditkartenzahlung

Laut Arbeiterkammer ist das nicht üblich: Wer mit Kreditkarte zahlt, muss nicht akzeptieren, dass der Ausweis kopiert wird.

Herr J. kaufte vor kurzem beim McShark im Europark ein Apple-Watch-Armband und wollte mit Kreditkarte zahlen. Daraufhin kopierte der Mitarbeiter seinen Ausweis. "Ich wollte verstehen, warum er das macht - bekam aber keine Auskunft", sagt Herr J. den "Salzburger Nachrichten". Auch auf E-Mails und Anrufe reagierten die Zuständigen bei McShark nicht.  Die Arbeiterkammer Salzburg bestätigte, dass ein solches Vorgehen nicht üblich ist. "Wir hatten bisher aber noch keine Anfragen deshalb", sagt Andrea Kinauer, Konsumentenschützerin. Es komme vor, dass Geschäfte einen Ausweis sehen wollten, um die Unterschrift abzugleichen. Die meisten Kreditkarten seien zudem mit einem vierstelligen Code geschützt. Wenn der Ausweis kopiert werden sollte, könnten sich die Kunden wehren - schließlich könne er nicht wissen, was mit der Kopie passiert. Der Konsument müsste aber in Kauf nehmen, dass sie dann mit Bankomatkarte zahlen müssten. "Das Geschäft ist nicht verpflichtet, Kreditkarten anzunehmen", sagt Kinauer.  Auf die Presseanfrage bei McShark reagierte der Zuständige Christian Halper. "Es tut mir sehr leid, hier wurde das Thema offensichtlich zu übereifrig ernst genommen." McShark verlange bei höheren Beträgen eine Unterschriftenkontrolle mittels Ausweis. Eine Kopie sei kaum notwendig, außer die Unterschrift weiche zu sehr ab. Sollte eine gemacht werden, liege sie mit den unterschriebenen Belegen in der Buchhaltung in Wien. "Für den Fall, dass eine Kreditkartenfirma etwas reklamiert." 

Quelle: SN

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