Wirtschaft

Reif für die Insel

Wer wirklich reich ist, leistet sich ein Anwesen auf einer Insel oder gleich ein eigenes Eiland. Die Bermudas liegen im Ranking <a href="http://beste-immobilien.salzburg.com" title="Weitere beste Immobilien finden Sie hier!" target="_blank">der Top-20-Inseln </a> an erster Stelle, in Europa sind die Kanalinseln nach wie vor gefragt.

Reif für die Insel SN/sn: candy
Anwesen in Steele Point auf Tortola (Britische Jungferninseln/Karibik) um 15 Millionen Dollar. 

Auch wenn der Neid als Erbsünde gilt, angesichts der beliebtesten Inseln für Superreiche könnte man schon neidisch werden, vor allem bei der Wetterlage der vergangenen Tage.

Während hierzulande der Kachelofen angeheizt wird, fliegen andere einfach in den Sommer. Auf die Bermudas etwa, die auf Platz eins eines neuen Rankings der Top-20-Inseln der Welt für sehr vermögende Immobilienanleger liegen. Das Ranking wurde im Rahmen des Candy GPS Report veröffentlicht. Die Publikation von Candy & Candy, Savills World Research und Deutsche Asset & Wealth Management analysiert den globalen Inselimmobilienmarkt.

"Eine private Insel ist das wohl größte Prestigeobjekt", sagt Nicholas Candy, CEO von Candy & Candy. "Dabei ist die finanzielle Rendite nicht die wichtigste Motivation. Diese Käufer suchen den ultimativen Rückzugsort und eine Möglichkeit, ihr Lebensumfeld selbst zu gestalten. Für sie sind Abgeschiedenheit und Privatsphäre unschätzbare Werte."

Auf Grand Bermuda, der Insel mit der höchsten Konzentration von Immobilien im UHNWI-Besitz (Ultra High Net Worth Individuals, die reichsten Menschen der Welt) außerhalb der USA, kostet eine typische Immobilie mit vier Schlafzimmern inzwischen mehr als vier Millionen US-Dollar. Auf den ersten fünf Plätzen im Ranking finden sich karibische Inseln wie die Bahamas, die britischen Virgin Islands und Antigua. Sie alle profitieren von der Nähe zur riesigen Volkswirtschaft USA mit ihren günstigen Bedingungen für das Entstehen großer Vermögen, dem angenehmen Klima und den vorteilhaften Geschäftsbedingungen. Europas sicherer Hafen, die Channel Islands, finden sich ebenfalls unter den Top 5. Hier haben sich die Immobilienpreise über die globale Wirtschaftskrise hinweg stabil gezeigt.

"Die vergangenen zehn Jahre waren das Jahrzehnt der Investitionen in erstklassige städtische Immobilien. In den kommenden zehn Jahren werden wir ein zunehmendes Interesse an Inselimmobilien und dem Insel-Lifestyle sehen", sagte Yolande Barnes, Director Savills World Research. "Für die Reichen der Welt sind die exklusivsten und seltensten Besitztümer das Maß aller Dinge. Die Inselimmobilie als perfekte Ergänzung zum Luxusapartment in der gefragten Metropole."

Ebenfalls im Ranking der Top-20-Inseln finden sich die nicht minder sonnenverwöhnten nordamerikanischen Inseln Hawaii, Florida Keys, Nantucket und Martha's Vineyard. Sie alle zeichnen sich durch einen lebhaften Transaktionsmarkt für Zweitwohnsitze aus. Für eine Immobilie mit vier Schlafzimmern werden hier inzwischen Preise von mehr als zwei Millionen US-Dollar gezahlt.

Der Report unterscheidet vier Kategorien von Inselimmobilienmärkten: "Private Islands" (das ultimative Prestigeobjekt), "Leisure Islands" (für Zweit-, Dritt- oder Viertwohnsitze), "Relocation Islands" (für die lifestyleorientierte Verlagerung des Lebensmittelpunkts oder den geschäftlichen Umzug) und "City-Linked Islands" (für das Inselleben mit urbanem Komfort). Barnes: "In wirtschaftlich turbulenten Zeiten können Inseln einen sicheren Hafen bieten, und Spitzenimmobilien an "City-Linked Island"-Standorten können bis zu vier Mal so viel kosten wie vergleichbare Immobilien auf dem Festland."

Als kleines und besonders exklusives Segment des Immobilienmarkts stellen Privatinseln das ultimative Prestigeobjekt dar. Insofern ist dieser Markt eher mit dem für Kunst oder teure Juwelen vergleichbar und relativ unabhängig von den übrigen globalen Immobilienmärkten.

Es gibt auch verschiedene Arten von Käufern: Entwickler, die Standorte für neue Luxusresorts suchen, reiche Philanthropen, die gemeinsam mit staatlichen Organisationen Naturschutzprojekte umsetzen, und sehr vermögende Privatpersonen, denen die urbanen "Spielplätze" der Superreichen zu zugänglich für die Allgemeinheit geworden sind und daher an Glamour vermissen lassen. Die Zukunftsaussichten sind offenbar rosig: "Die globale UHNW-Population wird bis 2018 voraussichtlich um 22 Prozent anwachsen. Das wird die Nachfrage nach alternativen Immobilien anheizen. Besonders starke Wachstumsimpulse werden dabei von Asien ausgehen, wo die Vermögen am schnellsten steigen", sagt Barnes. "Aber auch das untere Ende des Luxusinselmarkts wird sich explosiv entwickeln, da sich zunehmend junges Geld in exklusive Immobilien und Resorts auf den begehrtesten Inseln der Welt einkauft."

Aufgerufen am 21.11.2018 um 01:29 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/reif-fuer-die-insel-3070015

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