Wirtschaft

Salzburg AG erhöht Preis für Strom um drei Prozent

Das Unternehmen begründet das mit deutlich steigenden Strompreisen im Großhandel. Auch der Fernwärmetarif steigt ab August deutlich, Erdgas wird hingegen günstiger.

Die Salzburg AG will bei der Photovoltaik in den deutschen Markt einsteigen. Daher beteiligt sie sich an einem Unternehmen (Symbolbild). SN/robert ratzer
Die Salzburg AG will bei der Photovoltaik in den deutschen Markt einsteigen. Daher beteiligt sie sich an einem Unternehmen (Symbolbild).

Auf die rund 250.000 Stromkunden der Salzburg AG kommt eine spürbare Preiserhöhung zu. Der Strom im Großhandel werde wegen der aktuellen Entwicklungen auf dem Energiemarkt im Juli voraussichtlich um 18 Prozent teurer sein als im Vorjahr, teilte das Unternehmen mit. Der Preis werde daher ab 1. August "angepasst".

Was bedeutet das für die Kunden? Durchschnittlich steige der Strompreis um 3,4 Prozent. Für Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden entstünden Privatkunden Mehrkosten von etwas mehr als zwei Euro brutto monatlich.

Bei der Fernwärme steigt der Preis demnach deutlich stärker - laut Unternehmenssprecher Harald Haidenberger um rund sechs Prozent. In einer Wohnung mit einem Verbrauch von 6800 Kilowattstunden jährlich müssten die Kunden mit monatlichen Mehrkosten von knapp vier Euro rechnen.

Im Gegensatz zu Strom und Fernwärme sinkt der Preis für Erdgas ab August um 4,3 Prozent. Bei einem durchschnittlichen Haushalt führe das zu einer Reduzierung der monatlichen Kosten zwischen drei und vier Euro.

Leonhard Schitter, Vorstandssprecher der Salzburg AG, hat dem Aufsichtsrat in der Sitzung am Donnerstag über die Preisänderungen berichtet. Auf der Tagesordnung standen auch weitere Expansionspläne des Energieversorgers. Das Gremium stimmte einer Beteiligung der Salzburg AG bei einem Unternehmen aus der Photovoltaikbranche zu. Die Firma betreibt neben ihrem Hauptsitz in Deutschland drei Standorte in Österreich. Für 49 Prozent der Anteile soll für die Salzburg AG ein zweistelliger Millionenbetrag fällig werden.

Die Beteiligung bei dem "aufstrebenden Unternehmen" solle im Zuge der Wachstumsstrategie den Markteintritt in Deutschland erleichtern, heißt es aus der Salzburg AG. Ziel sei es, bis 2027 zu den führenden Photovoltaikunternehmen in Österreich zu zählen. Nähere Details zu der Beteiligung waren nicht zu erfragen - im Aufsichtsrat sei Vertraulichkeit vereinbart worden, da die Verhandlungen mit der Firma noch nicht abgeschlossen seien.

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