Wirtschaft

Salzburg Airport will mit Eurowings durchstarten

Turbulenzen in der Branche und Terrorangst gingen im Vorjahr auch am Salzburger Flughafen nicht spurlos vorüber: Die Zahl der Passagiere sank um 4,9 Prozent. Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr sind aber "durchaus positiv". Die neue Eurowings-Basis in Salzburg soll für starke Impulse sorgen.

Der Salzburg Airport wurde zur Basis für Eurowings. Im Eurowings-Geschäftsführer Michael Kittner und Roland Hermann (Geschäftsführer des Flughafens Salzburg) mit zwei Stewardessen der Fluglinie.
Der Salzburg Airport wurde zur Basis für Eurowings. Im

Das vergangene Geschäftsjahr war turbulent: Der Umstrukturierungsprozess von Air Berlin und Niki sowie die Neuausrichtung von Germanwings/Eurowings wirbelte die europäische Luftfahrtbranche kräftig durcheinander. Dazu kommt die Angst vor Terroranschläge sowie der drohende Brexit. Alle diese Faktoren sind auch am Salzburg Airport nicht spurlos vorüber gegangen: Die Zahl der Flugbewegungen ging im Vorjahr um 9,4 Prozent zurück, jene der Passagiere um 4,9 Prozent.

Beim Charter-Outgoing gab es ein Minus von 37,4 Prozent

Im Vorjahr wurden am Salzburger Flughafen 1,739 Millionen Passagiere abgefertigt - das entspricht dem Minus von 4,9 Prozent. Im Charter-Outgoing war der Rückgang dramatisch - mit minus 37,4 Prozent. Im Gegensatz dazu legte das Charter-Incoming um 1,3 Prozent zu. Dasselbe Bild ergibt sich bei den Flugbewegungen: Einem Minus von 36 Prozent auf 1047 steht ein Plus von 8,6 Prozent auf 1647 Flugbewegungen gegenüber. Auch auf der "Linie" gab es im Vorjahr ein geringfügiges Minus von 0,6 Prozent bei den Passagieren und um 8,2 Prozent bei den Flugbewegungen. Bei gewerblichen und privaten Flügen (General Aviation Verkehr) machte das Minus 6,2 Prozent aus. Bei der Luftfracht gab es einen Zuwachs von 18,6 Prozent auf 253.070 Kilogramm.

Der Jahresüberschuss lag im Vorjahr bei 5,088 Mill. Euro

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen könne der Flughafen auf ein gutes Finanzergebnis verweisen, hieß es am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz. Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr seien "durchaus positiv". Der Umsatz ging um Vorjahr um 4,33 Prozent auf 63,870 Mill. Euro zurück, das Betriebsergebnis (EBIT) um 24,42 Prozent auf 5,088 Mill. Euro. Der Jahresüberschuss wies hingegen ein Plus von 2,07 Prozent auf 5,314 Mill. Euro aus. Sowohl die Eigenkapitalquote (69,89 Prozent) als auch die Eigenkapital-Rentabilität (7,5 Prozent) konnten gehalten werden.

"Das laufende Jahr wird auch positiv enden"

Geschäftsführer Roland Hermann vom Flughafen: "Das vergangene Geschäftsjahr war ein sehr herausforderndes Jahr im Luftverkehr. Alle hatten mit der europäischen Airline-Situation zu kämpfen. Umso erfreulicher ist das laufende Geschäftsjahr zu betrachten, das uns Eurowings nach Salzburg gebracht hat. Schon im August 2016 wurde die frohe Botschaft über die Errichtung einer Eurowings-Basis in Salzburg bekanntgegeben. Das ist ein wichtiger Schritt in der weiteren Entwicklung des Salzburger Flughafens. Eurowings ist ein Partner, der mit der weltbekannten hohen Qualität einer Lufthansa fliegt und mit dem damit verbundenen Streckennetz günstige Flugverbindungen anbieten kann. Die Stationierung von Eurowings in Salzburg ist ein wichtiges Signal für die Zukunft." Nachsatz: "Das laufende Jahr hat positiv begonnen hat und - da bin ich mir sicher - wird auch positiv enden."

Roland Hermann hinterlässt "ein gut aufgestelltes Unternehmen"

Roland Hermann tritt zu Jahreswechsel in den Ruhestand. Seine Nachfolgerin ist Bettina Ganghofer (53) - Managerin aus Leipzig. Sie soll ihren Dienst am 16. Oktober antreten. LH-Stv. Christian Stöckl, Aufsichtsratsvorsitzender des Flughafens streute Hermann am Dienstag Rosen: Der scheidende Flughafenchef hinterlasse ein gut aufgestelltes Unternehmen. Daran, dass der Salzburg Airport für Stadt und Land unverzichtbar sind, besteht für Stöckl kein Zweifel: Immerhin seien knapp 1500 Arbeitsplätze vom Flughafen abhängig. Deshalb werde auch regelmäßig kräftig investiert - allein im Vorjahr 6,8 Mill. Euro (von der neuen Energiezentrale Mitte bis zu Vorbereitungen für die Generalsanierung der Piste im Jahr 2019).

Quelle: SN

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