Wirtschaft

Salzburg: Arbeitslosigkeit nach wie vor unter dem Niveau der Vor-Corona-Zeit

Die Arbeitslosigkeit im Bundesland Salzburg sinkt im Vergleich zu den Vorjahren weiter: 13.734 Personen sind derzeit arbeitslos gemeldet, das sind 7111 weniger als vor einem Jahr und immer noch 1135 weniger als 2019, also vor der Coronakrise.

Symbolbild. SN/robert ratzer
Symbolbild.

Mit einer Arbeitslosenquote von fünf Prozent (vorläufig geschätzt, genaue Daten liegen wie immer zur Monatsmitte vor) hat Salzburg den zweitniedrigsten Wert nach Oberösterreich (4,1 %), österreichweit beträgt die Quote sieben Prozent.

6956 Frauen (-557 im Vergleich zu 2019) und 6778 Männer (-558 zu 2019) waren im November arbeitslos gemeldet. Auch in den Bezirken sind die Rückgänge durchgängig, im Vergleich zum Vorjahr zwischen -29,3 Prozent (Pinzgau) und -39,2 Prozent (Stadt Salzburg), zum Vorkrisenjahr 2019 betragen die Rückgänge zwischen -2,2 Prozent (Flachgau) und -13,6 Prozent (Pongau).

Weniger junge Arbeitslose

Die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahre) ist um 41,3 Prozent auf 1562 Personen zurückgegangen (im Vergleich zu 2019: -19,6 %). Die Langzeitarbeitslosigkeit ist dagegen zwar im Vergleich zum Vorjahr gesunken (-16,5%, 1.381 Personen), liegt aber noch über dem Niveau von 2019 (+29,2%). In Schulung befinden sich derzeit 2494 Menschen, das sind um 18,6 Prozent mehr als 2020 und um fünf Prozent mehr als 2019.

Firmen suchen Arbeitskräfte

"Die Entwicklung am Salzburger Arbeitsmarkt ist sehr stabil. Nach wie vor sind weniger Menschen arbeitslos gemeldet als vor der Coronakrise. Das zeigt sich auch quer durch alle Bezirke. Arbeitskräfte werden auch weiterhin gesucht: Knapp über 9800 offene Stellen gibt es derzeit im Bundesland, um über 3600 mehr als 2019. Das heißt, die Salzburger Wirtschaft ist trotz der schwierigen Situation in den vergangenen eineinhalb Jahren auf Wachstumskurs", sagt AMS-Landesgeschäftsführerin Jacqueline Beyer.

Knapp über 900 Betriebe haben seit Beginn der Kurzarbeitsphase 5 (seit 1. 7. 2021) in Salzburg einen Antrag gestellt. Vom jüngsten Lockdown betroffene Betriebe können ab dem 6. Dezember 2021 ihre Anträge in gewohnter Weise über das e-AMS-Konto stellen.

Saisonstarthilfe als wichtiges Signal

"Die angekündigte Saisonstarthilfe ist ein wertvolles Instrument, um die Saisonarbeitskräfte zu halten", betont Landesgeschäftsführerin Jacqueline Beyer, "das ist ein wichtiges Signal an die Betriebe, die davon auch Gebrauch machen werden." Diese Hilfe fördert alle Arbeitnehmer_innen, die zwischen dem 3. November und 12. Dezember (geplantes Lockdown-Ende) ein voll versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis bei einem Saisonbetrieb aufnehmen und einen Wohnsitz in Österreich haben.

Die Unterstützung für Saisonbetriebe und deren Mitarbeiter wird voraussichtlich ab 10. Jänner 2022 zur Verfügung stehen und kann dann über das e-AMS-Konto beantragt werden. "Aufgrund der Erfahrungen mit dem Anmeldeverhalten von Saisonarbeitskräften im Tourismus 2019, damals waren es etwa 18.000 Personen, gehe ich, auch nach Rücksprache mit Vizepräsident Walter Veit von der österreichischen Hoteliervereinigung, von 10.000 bis 12.000 Anträgen aus", so Beyer in einer ersten Abschätzung.

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