Wirtschaft

Salzburg: Arbeitslosigkeit sinkt auf 4,1 Prozent - niedrigste Quote in Österreich

11.275 Personen sind mit Ende Februar im Bundesland Salzburg arbeitslos gemeldet, das sind um 53,5 Prozent weniger (-12.947) als vor einem Jahr. Aber auch im Vergleich zum Februar 2020, also vor der Coronapandemie, beträgt der Rückgang 14,1 Prozent bzw. 1857 Personen.

Salzburgs AMS-Chefin Jaqueline Beyer: zügige Abwicklung der Saisonstarthilfe. SN/Marco Riebler
Salzburgs AMS-Chefin Jaqueline Beyer: zügige Abwicklung der Saisonstarthilfe.

Die Arbeitslosenquote im Bundesland Salzburg liegt bei 4,1 Prozent und ist damit die niedrigste in ganz Österreich (7,3%), noch vor Tirol (4,4%) und Oberösterreich (4,8%).

Gegenüber dem Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit in allen Bezirken stark gesunken, zwischen -70,2 Prozent im Pongau und -37,9 Prozent im Flachgau. Im Vergleich mit dem Jahr 2020 sticht die Stadt Salzburg heraus, hier beträgt der Rückgang 17,1 Prozent (-866 Personen auf nun 4210).

Die Anzahl langzeitarbeitsloser Menschen hat sich gegenüber dem Vorjahr beinahe halbiert (-47,8% auf nunmehr 1121 Personen) und liegt nun fast genau auf dem Wert von Februar 2020 (+1,2%).

Viele offene Stellen

Weiter ansteigend ist die Zahl der offenen Stellen im Bundesland: 11.560 sind es im Februar 2022 und damit um 6901 mehr als vor einem Jahr und 5259 (+83,5 Prozent) mehr als vor der Pandemie 2020. Nach Branchen sind es die "Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen", das sind Arbeitskräfteüberlasser und auch Gebäudebetreuung, der Tourismus ("Beherbergung und Gastronomie"), der Handel und der Bereich "Herstellung von Waren", die am meisten Arbeitskräfte suchen.

Saisonstarthilfe

Sehr zügig ist die Abwicklung der Saisonstarthilfe für Betriebe durch das AMS im Bundesland verlaufen, berichtet Landesgeschäftsführerin Jacqueline Beyer: "Von über 10.500 Anträgen wurden 9800 bereits genehmigt und exakt 9050 schon ausbezahlt. Damit ist es gelungen, vielen Betrieben, die noch zu Beginn der Wintersaison im November 2021 nicht wussten, wie sie wegen des damaligen Lockdowns ihr Personal halten sollen, effektiv zu unterstützen."

Saisonbetriebe konnten damit Arbeitnehmer/-innen in ein voll versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis aufnehmen. Die Höhe der Förderung beträgt 65 Prozent des Bruttoentgelts (ohne Sonderzahlungen, Trinkgeld usw.) und 50 Prozent der Lohnnebenkosten. Rund 20 Millionen Euro werden seitens des AMS an die heimischen Betriebe ausbezahlt.

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