Wirtschaft

Salzburg bleibt die Nummer eins bei Schulskikursen

Für den Schulskitag gibt es so viele Anmeldungen wie noch nie, bei den Schulskikursen bleibt man die Nummer eins, die Vorverkäufe bei Saisonkarten für Erwachsene stiegen weiter und die Salzburger Skischulen haben eine Buchungsplattform vorbereitet: Die Initiative "Netzwerk Zukunft Salzburg" präsentierte bei ihrer Vorschau auf die beginnende Wintersaison eine Reihe neuer Rekorde.

Die wichtigste Botschaft aus dem "Netzwerk Zukunft Winter", in dem seit zwölf Jahren Seilbahner, Touristiker, Schulbehörden und Skischulen zusammengespannt sind, lautete am Freitag: "Der Schnee kommt!". Bis Mitte kommender Woche sei mit 75 Zentimeter Neuschnee in den Bergen zu rechnen sagte Veronika Scheffer, Chefin der Liftgesellschaft Zauchensee und neue Obfrau der Seilbahnbranche in Salzburg. Für die neue Saison wurden rund 200 Millionen Euro investiert, aber das allein lockt ohne Naturschnee kaum Gäste an.

"Zukunft Winter" verfügt über mehrere Projekte, die sich so gut entwickelt haben, dass Netzwerk-Koordinator Franz Schenner selbstbewusst sagt: "Wir warten auf Nachahmer in anderen Bundesländern." Interessenten müssten dafür auch nichts bezahlen, es gehe einfach darum, den Nachwuchs weiter für Skifahren zu interessieren.


Skifahren lernen in drei Tagen

Der Reihe nach: "Skifahren lernen in drei Tagen" - dieses Konzept hat voll eingeschlagen. Es dient dazu, Anfänger besser zur Teilnahme an Schulskiwochen zu motivieren. Denn ab dem vierten Tag fahren die Neo-Skifahrer schon in den Gruppen von ihren Klassenkameraden mit. Im Vorjahr waren bereits 600 Anfänger dabei, heuer werden es fast 700 sein. Die Sponsoren Doppelmayr, Uniqa und Skidata sowie eine Sonderförderung des Landes ermöglichen diese Kurse, für heuer haben sich 56 Schulen mit insgesamt fast 3500 Schülern angemeldet, davon eben fast 700 Neulinge. "Nach drei Tagen sind die Anfänger in ihre Gruppen integriert, das motiviert natürlich", sagte Robert Tschaut, Fachinspektor des Landesschulrates. "So einen Zusammenhalt der Institutionen wie in Salzburg gebe es sonst nicht", lobte Tschaut. Franz Schenner zu diesem Projekt: "Das kostet etwas, aber das ist mehr Wert als so machner Werbespot." Das Drei-Tage-Programm gibt es auch für Erwachsene, um auch Wiedereinsteiger anzusprechen. Rund ein Viertel der insgesamt rund 100.000 Teilnehmer in Salzburgs Skischulen pro Saison sind Erwachsene, erklärt Gerhard Sint, Obmann des Salzburger Berufsskilehrer- und Snowboardlehrerverbandes.

Eine Buchungsplattform für Dutzende Skischulen

Der Verband hat eine eigene Buchungsplattform für Skikurse gestartet, die am 10. Dezember in Betrieb gehen soll. 70 Skischulen sind bisher bei www.book2ski.com dabei, insgesamt gibt es in ganz Österreich rund 650. Auch Verleihservice soll nächstes Jahr eingebunden werden, langfristig wäre eine Vernetzung mit den Seilbahnen und den Tourismusverbänden das Ziel. Sint: "Wir wollen die Wertschöpfung in Österreich behalten und nicht hohe Provisionen von Konzernen diktiert bekommen." Auch Vroni Scheffer schlug in dieselbe Kerbe: "Wir sind gut beraten, wenn wir möglichst alles aus einer Hand anbieten."

Salzburg bleibt Nummer eins bei Schulskiwochen

In den Salzburger Skigebieten verbringen jedes Jahr rund 60.000 Schüler ihre Schulskiwochen - damit dominiert Salzburg die Hälfte des Marktes. Damit das so bleibt, haben auch die Jugendgästehäuser viel in Qualität investiert. "Stahlrohrbetten und schlechtes Essen, das ist längst vorbei", sagt Andreas Emberger, Sprecher der 140 Betriebe, die sich in Salzburg auf Jugendgruppen und Vereine spezialisiert haben.

Unverzichtbar für die Schulskiwochen seien die Lehrer, wurde mehrfach betont. Um sie zu unterstützen, wurde schrittweise in den vergangenen Jahren ein rechtlich wasserdichter Rahmen gezimmert, damit sich niemand mehr über unerlaubte Geschenke aufregen muss: Die Skigebiete dürfen in Kooperation mit dem Landesschulrat den Direktionen Graits-Tageskarten anbieten, damit Lehrer vorab die bereits gebuchten Skigebiete kennenlernen können. Damit soll vermieden werden, dass ein Lehrer mit einer Gruppe plötzlich an einer steilen Piste landet, die seine Schützlinge kaum bewältigen können.

Minister Strache soll rechtlich sauberes Sponsoring für die Lehrer absegnen

Ein ähnliches Modell wird nun auch für die Skiausrüstung vorgeschlagen. Die Ski- und Schuhanbieter wären bereit, den Direktionen Rabattgutscheine (-40 Prozent) zu gewähren, damit könnte den betreffenden Lehrern die schulische Nutzung abgegolten werden, der Rest bleibt privat zu bezahlen. Franz Schenner forderte Sportminister Heinz-Christian Strache auf, dieses Modell per Erlass zu genehmigen : "Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Vizekanzler das nicht will, denn wir könnten die Aktion auch über die Gewerkschaft machen", sagte er selbstbewusst.

Salzburger Schulskitag mit rund 9500 Teilnehmern

Besonders sichtbar werden die Initiativen von "Zukunft Winter" am kommenden Mittwoch, 12. Dezember, beim Salzburger Schulskitag, der von den Seilbahnen und dem Raiffeisenverband veranstaltet wird. Im Jahr 2012 mit gut 4000 Schülern gestartet, sind für heuer bereits 8500 Schüler aus 75 Schulen (Unter- und Oberstufe) angemeldet. Sie werden von fast 900 Lehrern bei dem Gratisskitag begleitet. Die Schüler werden in fast alllen Regionen unterwegs sein, die zum Verbund SuperSkiCard zählen, Schwerpunkte sind Flachau, Obertauern und Zauchensee.

SuperSkiCard steigert den Vorverkauf von Saisonkarten stark

Bei SalzburgSuperSki hat sich nach dem großen Preissprung von +11 Prozent vor zwei Jahren - wegen der Hereinnahme des Skiverbunds AllStar Kitzbühel - die Entwicklung wieder beschleunigt. Im Vorjahr wurden fast 80.000 Karten verkauft. Im Vorverkauf (endete am 5. Dezember) gingen heuer mit 10.240 Stück mehr als 1000 zusätzliche Saisonkarten für Erwachsene über den Ladentisch - pro Stück waren dafür 725 Euro fällig. Erich Egger, Vorsitzender des Pools SuperSkiCard: "Jede Branche braucht ein Top-Angebot." Der Erfolg zeige, dass die Preisdiskussion nicht so ein Thema sei. Im Schnitt wird mit einer Saisonkarte an 28 Tagen gefahren, teilweise sogar öfter als 60 Tage. Von der Zillertalarena über Kitzbühel und den Wilden Kaiser über ganz Salzburg bis nach Schladming reicht das Angebot - 943 Lifte und 2750 Pistenkilometer in 23 Skigebieten.

"Salzburg fährt Ski" und AK-Tauschbörse

Traditionell gibt es auch in dieser Saison wieder fünf Tage mit vergünstigten Liftkarten im Rahmen der Aktion "Salzburg fährt Ski". Premiere heuer ist am Sonntag, 16. Dezember, weitere Termine werden noch von Jänner bis April festgelegt. Seilbahnen-Präsidentin Vroni Scheffer hob noch die Aktion der Arbeiterkammer hervor, die bei ihren Winter-Tauschbörsen zusätzlich 10.000 Kinderskikarten unter die Leute bringt - die Kinder fahren gratis, wenn die Erwachsenen gleich bei der Tauschbörse Tageskarten kaufen.

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