Wirtschaft

Salzburg mit niedrigster Arbeitslosenquote in ganz Österreich

12.479 Personen waren im Dezember im Bundesland Salzburg arbeitslos gemeldet, das sind um 12.542 weniger als vor einem Jahr (-50,1 Prozent) und immer noch 378 weniger als 2019, also vor der Coronakrise (-2,9 Prozent). 1906 Menschen waren in Schulungen (-0,8 Prozent).

Symbolbild. SN/robert ratzer
Symbolbild.

Mit einer Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent (vorläufig geschätzt, genaue Daten liegen wie immer zur Monatsmitte vor) hat Salzburg den niedrigsten Wert in Österreich, gefolgt von Tirol (4,7 Prozent). Österreichweit beträgt die Quote 8,1 Prozent.

Auch in den Bezirken ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr gesunken - nämlich zwischen minus 34,1 Prozent (Stadt Salzburg und Flachgau) und minus 70,5 Prozent (Pinzgau). Im Vergleich zu 2019 gibt es ein Plus von 20,7 Prozent im Pinzgau und von 7,1 Prozent im Lungau. In allen anderen Bezirken liegen die Werte unter jenen der Vorkrisenzeit.

Ein sehr erfreuliches Bild zeigt sich bei der Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit: Gab es im September 2021 noch einen Anstieg um 6,7 Prozent im Vergleich zu 2020, so ist dieser Wert seither sukzessive ins Minus gegangen: Im Dezember waren es bereits minus 31 Prozent, das sind um 573 langzeitarbeitslose Personen weniger.

"Hier wird der Erfolg der Aktion Sprungbrett des AMS sichtbar: Durch umfassende Beratung und Betreuung, bei der die individuelle Situation jeder am Programm teilnehmenden Person im Mittelpunkt steht, ist es gelungen, von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Menschen mit Förderungen zu einer Beschäftigung zu verhelfen", sagte AMS-Landesgeschäftsführerin Jacqueline Beyer.

Die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahren) ist um 52,3 Prozent auf 1512 Personen zurückgegangen (im Vergleich zu 2019: minus 9,4 Prozent). "Trotz der vielen Schwierigkeiten mit der Bekämpfung der Pandemie und der damit verbundenen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt liegt die Arbeitslosigkeit unter jener von Dezember 2019. Durch die Dynamik der Salzburger Wirtschaft und die Unterstützung durch das AMS ist es auch gelungen, die Langzeitarbeitslosigkeit zu senken, das lässt uns insgesamt sehr zuversichtlich auf das neue Jahr blicken. Das zeigt ja auch der enorme Anstieg der offenen Stellen um knapp 220 Prozent auf nunmehr 11.545, das sind 77,3 Prozent mehr als im Jahr 2019", fasst Beyer zusammen.

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