Wirtschaft

Salzburger Bildungshaus St. Virgil versenkt Biomassetank im Boden

St. Virgil geht weiter in Richtung "CO2-Neutralität": Ein 200-Tonnen-Kran hat kürzlich einen zehn Meter langen Pelletstank eingehoben. Gleichzeitig wird die alte Erdgasanlage saniert. Mit 1. Jänner ist die Energie-Umstellung komplett vollzogen.

Kommt ein Tank durch die Luft geflogen: Das Bildungshaus St. Virgil Salzburg setzt künftig auch auf eine spezielle Pellets-Heizung.  SN/st. virgil/neumayr
Kommt ein Tank durch die Luft geflogen: Das Bildungshaus St. Virgil Salzburg setzt künftig auch auf eine spezielle Pellets-Heizung.

Im Vorjahr wurde im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg eine Photovoltaik-Anlage installiert. Jetzt geht St. Virgil den nächsten Schritt in Richtung "CO2-Neutralität" - mit dem Einbau einer Pellets-Heizung. Der zehn Meter lange Lagertank wurde von einem 200 Tonnen starken Schwerlastkran bereits in den Boden versenkt. Das spart die Ressourcen für den Bau eines Lagerraums. Zudem konnte ein wertvoller Eichenbaum erhalten werden, der für den ursprünglich geplanten unterirdischen Lagerraum gefällt worden wäre.

Die Wärmeversorgung wurde an die ENGIE Energie fremdvergeben

Das Bildungshaus hat die Wärmeversorgung an die ENGIE Energie GmbH fremdvergeben - inklusive der notwendigen Investitionen. So habe man die Kosten für die Pellets-Anlage und die Sanierung der alten Erdgasanlage extrem niedrig halten können, heißt es. In Salzburg betreibt ENGIE Energie GmbH rund 200 Wärme- und Kälteversorgungsanlagen sowie rund 60 Solar- und Photovoltaikanlagen. Referenzprojekte von ENGIE Energie GmbH sind die Wärme- und Kälteversorgung der Salzburger Privatklinik Wehrle-Diakonissen oder die Versorgung des Hotels Schloss Fuschl mit Wärme aus Biomasse.

Durch die Erdtanklösung bleibt eine wertvolle Eiche erhalten

Mit 1. Jänner wird die Energieumstellung komplett vollzogen sein - innerhalb der Partnerschaft Salzburg 2050 mit dem Land Salzburg. 90 Prozent der erforderlichen Wärmeenergie liefert dann die Pellets-Anlage, die restlichen zehn Prozent steuert die sanierte Erdgasanlage bei. Das Besondere ist die Pellets-Erdtanklösung mit einem Nutzungsvolumen von 50 Kubikmetern und einer 30 Meter langen Saugleitung zum Pelletskessel. Dadurch konnte auch eine wertvolle Eiche erhalten werden, der für den ursprünglich geplanten unterirdischen Lagerraum gefällt worden wäre.

Umrüstung der Umwälzpumpen spart Pumpstromenergie

Das nebenliegende, ursprünglich mit Gas beheizte Personalwohnhaus wird jetzt mittels Nahwärmeleitung aus der neuen Biomasseanlage versorgt. Die Umwälzpumpen werden auf Hocheffizienzpumpen umgerüstet, um hier rund 60 Prozent der Pumpstromenergie einzusparen. Auch die gesamte Gebäudeleittechnik wird erneuert - mit einer weiteren Einsparung von zehn Prozent.

"Ein wichtiger Schritt zu mehr Schöpfungsverantwortung"

Wirtschaftsdirektor Reinhard Weinmüller ist zufrieden: "Neben dem Bezug von Ökostrom, der teilweise aus der eigenen Photovoltaik Anlage kommt, kann mit dieser neuen Wärmegewinnung die Effizienz wesentlich erhöht werden. Die von uns fixierten Ziele als EMAS-Betrieb sind somit greifbar." Für den Bildungsbetrieb St. Virgil mit 83 Hotelzimmern sowie 14 Seminar- und Konferenzräumen sei dieses Projekt "ein wichtiger Schritt zu mehr Schöpfungsverantwortung".

"Zukunftsorientiert auch bei Klimaschutz und Energieeffizienz"

LH-Stv. Heinrich Schellhorn: "St. Virgil geht nicht nur mit seinen Weiterbildungsangeboten mit der Zeit. Auch bei den Themen Klimaschutz und Energieeffizienz ist St. Virgil zukunftsorientiert und übernimmt mit der Pelletsheizung und der Photovoltaik-Anlage Umweltverantwortung".

Quelle: SN

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