Wirtschaft

Salzburger Burgen und Schlösser verzeichneten ein Rekordergebnis

Die Festung Hohensalzburg wurde im Vorjahr gestürmt: Die Zahl der Besucher kletteret um 6,9 Prozent auf 1,378 Millionen. Jetzt wird noch mehr in Besucherlenkung investiert. Nach dem "Early Bird-Ticket" wird heuer ein Tagesrandticket eingeführt.

 Im Vorjahr lag das Besucherplus auf der Salzburger Festung bei 6,9 Prozent. Nur sechs Prozent der Besucher waren dabei klassische Tagestouristen auf der Durchreise.  SN/lmz/burgen & schlösser
Im Vorjahr lag das Besucherplus auf der Salzburger Festung bei 6,9 Prozent. Nur sechs Prozent der Besucher waren dabei klassische Tagestouristen auf der Durchreise.

Die Salzburger Burgen und Schlösser Betriebsgesellschaft (SBSB) verzeichneten im Vorjahr einen neuen Besucherrekord. Auf der Festung Hohensalzburg betrug das Plus 6,9 Prozent. 1.378.935 Besucher kauften sich ein Ticket für Salzburgs berühmteste Sehenswürdigkeit. Interessantes Detail: 57 Prozent der Besucher übernachtete auch in der Stadt Salzburg und generierte so zusätzliche Wertschöpfung. Weitere 33 Prozent der Gäste übernachten im Salzburger Land oder im angrenzenden Bayern. Nur sechs Prozent der Festungsbesucher waren klassische "Tagesgäste" auf der Durchreise.

Auch Mauterndorf meldet ein Plus von 2,8 Prozent

Auch die Burg Hohenwerfen meldet ein Besucherplus: Mit 165.824 verkauften Tickets lag man genau ein Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Und auch in der kleinsten Liegenschaft der SBSB gab es Grund zur Freude: Der Zuwachs auf der Burg Mauterndorf betrug 2,8 Prozent. In Summe waren es 36.087 Besucher. Damit besuchten mehr als 1,5 Millionen Menschen eine der drei Salzburger Burgen.

"Die Investitionen in die Wahrzeichen sind gut eingesetzt"

LH-Stv. Christian Stöckl: "Die Investitionen in die Erhaltung der Salzburger Wahrzeichen sind gut eingesetzt." Auf Burg Werfen fließen im kommenden Jahr 500.000 Euro in die Sanierung der Fassade und 200.000 Euro in die Gestaltung der neuen Sonderausstellung. Auf der Burg Mauterndorf sind 1,8 Mill. Euro für die Sanierung der Fassaden im Burghof sowie für die Erneuerung der Ausstellung veranschlagt. Auf der Festung Hohensalzburg fallen 1,2 Mill. Euro für die Sanierung einer WC-Anlage, der Glockenturmstiege sowie der Sanierung des 2. Sperrbogens an.

"Das Besuchermanagement wird immer wichtiger"

SBSB-Geschäftsführer Max Brunner betont die Bedeutung eines durchdachten Besuchermanagements: "Die steigenden Ticketverkäufe beweisen, dass unsere Ausflugsziele so beliebt sind, wie nie zuvor und auch internationale Strahlkraft besitzen. Deshalb investieren wir seit Jahren in die Qualität des Besuchserlebnisses. Ein wichtiger Punkt ist dabei, dass wir die Besucher optimal lenken und auch die Tagesrandzeiten optimal ausnutzen."

Neues Tagesrandticket soll Besucherströme auf der Festung optimieren

Ein Schritt zur zeitlichen und räumlichen Entzerrung der Besucherströme war im vergangenen Jahr die Eröffnung einer neuen Ausstellung im Zeughaus. Aber auch die Einführung eines "Early Bird Online Tickets" trug dazu bei, dass mehr Besucher in den Morgenstunden auf die Festung kommen. Heuer geht man mit der Erweiterung der Öffnungszeiten und einem speziellen Ticket den nächsten Schritt: Das neue, günstige Panorama Ticket wird von 8.30 bis 10 Uhr und von 18 bis 20 Uhr erhältlich sein. Es richtet sich speziell an Gäste, die in erster Linie wegen der Aussicht kommen und die besondere Stimmung in der Früh und am Abend genießen wollen. Erhältlich ist es in der Hochsaison von 1. Mai bis 30. September.

Neue Ausstellung über den sagenumwobenen Zauberer Jackl

Auch die Burg Hohenwerfen darf sich als beliebtes Familienausflugsziel über eine neue Attraktion freuen. Ab 30. April startet eine große Sonderausstellung mit dem Titel "Mythos Jackl - Zauberer und Hexen in Salzburg". Sie widmet sich dem berühmt-berüchtigten Werfener Tischlers und Bandenführers Jakob Tischler oder Jakob Koller, besser bekannt als Zauberer Jackl. Auf insgesamt vier Ebenen des historischen Zeughauses tauchen Besucher unter den Themen "Fantasie, Angst und Schutz, Feuer und Hexenkulte heute" in die Welt der Hexen und Zauberer ein - vom Märchen über die Salzburger Hexenprozesse bis zu aktuellen Zauberkults auf der ganzen Welt. Die Ausstellung fasziniert und fesselt mit authentischen und zum Teil gruseligen Exponaten, Multimedia-Installationen und märchenhaften Figuren.

Quelle: SN

WIRTSCHAFT-NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt kostenlos den Wirtschaft-Newsletter der "Salzburger Nachrichten".

*) Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgerufen am 25.11.2020 um 12:04 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/salzburger-burgen-und-schloesser-verzeichneten-ein-rekordergebnis-83070061

Lob und Tadel für Pläne zu Hannak-Gewerbepark

Lob und Tadel für Pläne zu Hannak-Gewerbepark

Während die ÖVP uneingeschränkt für die Pläne der Familie Hannak ist, auf ihrem Grund in der Bachstraße in Salzburg-Sam einen Gewerbepark zu errichten, fallen die Reaktionen von SPÖ, Bürgerliste, FPÖ und Neos …

Kommentare

Schlagzeilen