Wirtschaft

Salzburger Hochschulen kämpfen um Studierende

Der Wettbewerb um kluge Köpfe wird härter: Im Umkreis von 300 Kilometern von Salzburg gibt es 110 Hochschulen. Die FH Salzburg will mit einem neuen Logo attraktiver werden.

Das Logo der FH Salzburg ziert seit Dienstag eine Eule. Sie ist schwarz, auf weißem Hintergrund. Auf den Foldern sind darunter drei Schlagworte zu lesen: Technik, Gesundheit, Medien. Der neue Auftritt sei notwendig, sagt Geschäftsführer Raimund Ribitsch. "Ein klares Profil ist wichtig, um junge Leute anzusprechen." Der Wettbewerb um gute Studierende habe zugenommen. Im 300-Kilometer-Umkreis der FH gebe es 110 Hochschulen, Fernunis nicht mitgerechnet. "Die Studenten werden mobiler, sie wollen nicht mehr am Heimatort studieren."

Der Wettbewerb habe zur Folge, dass etwa der Studiengang Informationstechnik nur schwer geeignete Bewerber finde. Aber reicht ein Logo, um vermehrt Studenten anzusprechen? Die Neuausrichtung habe eine Auswirkung auf die Lehre, sagt Ribitsch. "Die Kernbereiche sollen verstärkt zusammenarbeiten - wie etwa bei dem Projekt der biomedizinischen Analytik. Die Studierenden haben gemeinsam mit den Holzwirten ein Verfahren zur Bestimmung der Gesundheit und des Alters von Bäumen entwickelt." Zudem soll es ab Herbst 2018 ein interdisziplinäres Studium Wirtschaftsinformatik geben.

Im Studienjahr 2015/2016 waren in Österreich 381.079 Studierende inskribiert. Die Zahl steigt jährlich an.

Erich Müller, Vizerektor der Universität Salzburg, setzt dennoch alles daran, Maturanten von einem Studium zu überzeugen. "Es werden zwar jährlich mehr Studierende, aber die Zahl derer, die tatsächlich Prüfungen ablegen, bleibt in etwa gleich." Ein Argumente für ein Universitätsstudium sei die forschungsgeleitete Lehre: "Bei uns sind ausgezeichnete Forscher in den Lehrveranstaltungen präsent."

An der Uni Salzburg sei zudem die Betreuung gut. Auf einen Professor kommen je nach Studium vier bis 35 Studierende. Um vermehrt ausländische Inskribierte anzulocken, biete die Uni derzeit neun englischsprachige Master an. "Das wollen wir künftig noch ausbauen." Derzeit kommen 15 bis 20 Prozent der Studierenden nicht aus Österreich.

Aufgerufen am 24.09.2018 um 12:20 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/salzburger-hochschulen-kaempfen-um-studierende-17096206

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