Wirtschaft

Salzburger Industrie geht optimistisch in den Frühling

IV-Präsident Peter Unterkofler versprüht Zuversicht: "Nutzen wir den Elan." Beim Konjunkturbarometer hat sich die Stimmung merklich aufgeklart. Die Unternehmen erwarten auch zufriedenstellende Erträge.

IV-Präsident Peter Unterkofler freut sich über frühlingshafte Temperaturen – und eine gute Stimmung in der Industrie.  SN/robert ratzer
IV-Präsident Peter Unterkofler freut sich über frühlingshafte Temperaturen – und eine gute Stimmung in der Industrie.

"Der Winter war doch nicht so frostig. Jetzt kommt der Frühling. Die Industriekonjunktur - in den letzten Monaten etwas geschwächt - startet zuversichtlich in das neue Jahrzehnt. Nutzen wir diesen Elan!" So fasst Peter Unterkofler, Präsident der Industriellenvereinigung Salzburg (IV), die Ergebnisse des aktuellen IV-Konjunkturbarometers aus dem vierten Quartal zusammen. Der Ausblick auf die Geschäftslage in sechs Monaten zeichnet kein düsteres Bild mehr. "Unsere Unternehmer sehen, dass das Regierungsprogramm auf die Attraktivierung unseres Industrie- und Wirtschaftsstandortes abzielt."

Die Sicht auf das nächste Halbjahr klart merklich auf

Die Einschätzungen der Unternehmen zur aktuellen Geschäftslage im vierten Quartal 2019 bleiben beinahe unverändert: Fast die Hälfte der Unternehmen bewertet die Geschäftslage mit "gut". 45 Prozent sprechen von einer durchschnittlichen bzw. gleichbleibenden Situation, während sechs Prozent die Geschäftslage als schlecht einstufen. Die Aussichten auf das nächste Halbjahr fallen viel heller aus als noch im Vorquartal: Bewerteten damals noch 57 Prozent der befragten Unternehmen die Aussicht schlechter als zum damaligen Stand, so sehen dies heute nur noch zehn Prozent. Von einem gleichbleibenden Niveau gehen dafür 88 Prozent der befragten Betriebe aus. Zwei Prozent erwarten eine Verbesserung.

Nur noch 15 Prozent warnen vor einem Personalabbau

Auch jene 84 Prozent der Betriebe, die den aktuellen Beschäftigtenstand auch in den nächsten drei Monaten halten wollen, gehen zuversichtlich in den Frühling. Vor einem abnehmenden Beschäftigtenstand warnen aktuell nur noch 15 Prozent. Im dritten Quartal waren es noch 19 Prozent gewesen. Die Herausforderung für die Industrie bestehe - wie auch in den vergangenen Monaten - weiter darin, die Kapazitäten und Auftragsbestände bei gleichzeitigem Preisdruck zu halten, heißt es.

Bestand an Auslandsaufträgen überwiegend mittelmäßig bewertet

Der derzeitige Bestand an Auslandsaufträgen wird weiter überwiegend als mittelmäßig bewertet: Zwei von drei befragten Unternehmen bewerten die Auftragslage mit "durchschnittlich", während jeder dritte Betrieb die Situation als "gut" bezeichnet. Fast ähnlich zum dritten Quartal 2019 bewerten sieben Prozent der befragten Unternehmen die Auslandsauftragssituation mit "schlecht".

Nur noch acht Prozent der Firmen erwarten sinkende Erträge

Die Ertragssituation bewerten im vierten Quartal 58 Prozent der befragten Unternehmen mit durchschnittlich. Eine gute Lage sieht unverändert zum Vorquartal aktuell jedes Dritte. Leicht gesunken ist der Anteil der Betriebe, die die Lage als schlecht bewerten - von 13 auf acht Prozent. Die positive Erwartungshaltung zu den Erträgen in den nächsten sechs Monaten harmoniert ebenso mit dem frühlingshaften Tauwetter: Nur noch acht Prozent sehen der Zukunft pessimistischer entgegen - im Gegensatz zu 40 Prozent im Vorquartal. Für 88 Prozent der befragten Unternehmen wird die Ertragssituation unverändert bleiben und für vier Prozent "anziehen". Im dritten Quartal war es nur ein Prozent.

Die Produktionskapazitäten steigen - wie die Temperaturen

Die Produktionskapazitäten in drei Monaten steigen ähnlich der Temperaturen in den nächsten Wochen: Im Gegensatz zum Vorquartal (27 Prozent) blicken nur noch 9 Prozent der befragten Unternehmen bedrückt in die Zukunft. Damit im Einklang ändert sich nunmehr auch die Auslastungsperspektive: Während etwa ein Zehntel der befragten Unternehmen eine abnehmende Auslastung sieht, bestätigen die restlichen 90 Prozent mit ihren gleichbleibenden oder gar gesteigerten Produktionskapazitäten auch weiter das Fundament des Industriestandortes Salzburg.

Quelle: SN

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