Wirtschaft

Schneereicher Winter verhagelte die Tourismusbilanz in Bad Reichenhall

In Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain sank die Zahl der Gäste im Vorjahr um 4,74 Prozent, die der Übernachtungen um 2,96 Prozent. Vor allem im Jänner und Februar war das Minus groß. Parallel ging 2019 die Zahl der Gästebetten in der Region um 155 auf 4721 zurück.

Zu viel Schnee tut der Tourismusbilanz nicht gut. Im Bild: das Königliche Kurhaus in Bad Reichenhall.  SN/kur-gmbh
Zu viel Schnee tut der Tourismusbilanz nicht gut. Im Bild: das Königliche Kurhaus in Bad Reichenhall.

Die Gästebilanz der Bayerischen Staatsbad Bad Reichenhall Kur-GmbH weist für das Vorjahr einen Rückgang aus: Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain melden 193.386 Gäste. Das ist ein Minus von 4,74 Prozent gegenüber 2018. Die Zahl der Übernachtungen sank um 2,96 Prozent auf 958.326. Zwei Gründe für den Rückgang sind der schneereiche Winter des Vorjahrs sowie der Neubau des Luisenbads. Ein Drittel des Übernachtungsrückgangs fällt auf Jänner und Februar 2019.

Drittbestes Ergebnis der vergangenen zehn Jahre

Trotz des Rückgangs kann die Geschäftsführung der Bayerischen Staatsbad
Kur-GmbH das drittbeste Gesamtergebnis der vergangenen zehn Jahre verzeichnen. Der Trend zu Kurzzeitaufenthalten geht weiter, obgleich ein leichter Anstieg der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer feststellbar ist. In Bayerisch Gmain ist der Rückgang nicht so hoch: Hier sank die Zahl der Ankünfte um 0,53 Prozent auf 34.831. Bad Reichenhall verlor bei den Gästeankünften 4,99 Prozent, Marzoll 5,15 Prozent und Karlstein sogar 10,38 Prozent.

Das Durchschnittsalter bei den Kliniken lag bei 61 Jahren

Die Zahl der Gästebetten in Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain sank im Vorjahr um 155 auf 4721. Die durchschnittliche Bettenauslastung stieg auf 55,61 Prozent. Das Durchschnittsalter der Gäste in den Kliniken mit ihren 1075 Betten liegt bei rund 61 Jahren. Im Vergleich dazu sind es in der Hotellerie, bei den Privatvermietern und den Ferienwohnungen 49 Jahre.

81 Prozent der Gäste kommen aus Deutschland

Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain sind attraktiv für deutsche Urlauber. Die Deutschen machten 81,0 Prozent der Gäste aus. Der größte Anteil kam aus Bayern mit 37,33 Prozent. Stärkstes ausländisches Gästeland ist nach wie vor Österreich mit 6390 Gästen. Es folgen Großbritannien (3225), Rumänien (2953) und die Schweiz (2644). Die meisten außereuropäischen Gäste kamen aus China (2402) und aus den USA (1537).

Quelle: SN

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