Wirtschaft

Spitzenköche "zauberten" in Salzburg mit lokalen Zutaten

Bewusst einen Gang runterschalten und auf Qualität setzen. So lässt sich Slow Food in aller Kürze beschreiben. Am Dienstagabend gab es eine Chance, die Idee genauer kennenzulernen und die Umsetzung zu genießen. Die Bühne bot "eat & meet" im Miele Experience Center.

Köstliches aus lokalen Zutaten stand am Dienstagabend bei "eat & meet" im Miele Experience Center im Mittelpunkt. Ein Beispiel: Branzino - gebeizt, geräuchert und geflämmt - gemeinsam mit Lardo sowie fermentiertem Schwarzen Rettich und Schwarzwurz. Das Ganze wurde mit Schnittlauchöl abgerundet. Bei einem Slow-Food-Markt präsentierten Produzenten aus Kärnten zudem ihre Spezialitäten.

Haubenkoch Andreas Döllerer lud sich zwei Gastköche ein

Haubenkoch Andreas Döllerer aus Golling, der auch Slow-Food-Vize-Präsident des Convivum Salzburg ist, hatte sich zwei Gastköche eingeladen, mit denen er die Zubereitung besonders feiner Tapas zelebrierte: Hannes Müller, Slow-Food-Koch am Weißensee und Patissière sowie Konditorweltmeisterin Eveline Wild aus St. Kathrein, bekannt aus "Schmeckt perfekt". Slow Food-Pionier Herwig Ertl aus Kötschach-Mauthen bereicherte den Abend. Er brachte einige seiner Lieblings-Slow Food-Produzenten gleich mit.

Von würzigem Käse aus Kuchl bis zum Tauernroggenbrot

Auf dem Marktplatz im Miele Experience Center boten verschiedene Produzenten aus Österreich ihre Slow Food-Produkte zur Verkostung und zum Verkauf an. Die Palette reichte von würzigem Käse von Niki Rettenbacher vom Fürstenhof in Kuchl über Tauernroggenbrot von Peter und Lisi Löckers Biohof Sauschneider aus dem Lungau bis zu Kärntner Spezialitäten wie ursprungsgeschütztem Gailtaler Speck von Johann Steinwender vom Lerchenhof in Hermagor.

Lebendige, nachhaltige, regionale und saisonale Produkte

Alexandra Picker-Rußwurm und Ilse Fischer, die zwei Präsidentinnen von Slow Food Salzburg: "Bewusst einen Gang runterschalten und auf Qualität setzen - wäre eine kurze, treffende Beschreibung der Slow-Kultur, wie wir sie leben wollen. Slow Food steht für lebendige, nachhaltige, regionale und saisonale Produkte. Und genau diese Produkte möchten wir mit Slow Food Salzburg noch mehr vor den Vorhang holen."

Die Blaue Gans lädt zu einem kulinarischen Tischgespräch

Trotz zahlreicher Absagen wegen des Corona-Virus, finden bei "eat & meet" auch künftig kleine Events in überschaubarem Rahmen statt. So auch das kulinarische Tischgespräch "Der ganze Tisch ist Bühne" in der Blauen Gans in der Salzburger Altstadt. SN-Kulturchefin Hedwig Kainberger begibt sich mit Rupert Henning - Regisseur, Schauspieler, Dramatiker und Drehbuchautor ("Als ich lernte, bei mir Kind zu sein") auf die Suche nach den Mechanismen jener zauberhaften Momente, die uns ein gelungener Theaterabend oder ein Restaurantbesuch schenken und streift dabei bekannte Tafelrunden in Film und Theater. Küchenchef Martin Bauernfeind schmiert den Gästen - ganz im Sinne des Festivalthemas - mit einer gut abgestimmten Szenenfolge "Honig ums Maul".

Quelle: SN

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