Wirtschaft

Städtische Freibäder: 30 Prozent weniger Gäste im Coronasommer

Aufgrund der Coronarestriktionen hatten die drei städtischen Freibäder heuer statt ab 1. Mai erst ab 1. Juni offen. Dafür sei das Ergebnis mit bis dato 145.000 Badegästen durchaus respektabel, meint der für die städtischen Betriebe ressortzuständige Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ).

Diese drei Burschen hatten diesen Sonntag, dem letzten Tag der heurigen Freibadsaison im Leopoldskroner Bad, noch ihren Spaß.  SN/andreas kolarik
Diese drei Burschen hatten diesen Sonntag, dem letzten Tag der heurigen Freibadsaison im Leopoldskroner Bad, noch ihren Spaß.

Am Sonntag hatten das Leopoldskroner und das Volksgarten-Bad den letzten Tag offen. In Summe haben die drei städtischen Freibäder - das AYA-Bad bleibt noch offen - so heuer 145.000 Gäste angelockt. Das entspricht einem Minus von 30 Prozent. Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) ist aber dennoch zufrieden: "Angesichts von Corona ist das aber ein gutes Jahr."

Denn Auinger erinnert daran, dass aufgrund der Coronarestriktionen die städtischen Bäder heuer nicht wie üblich mit 1. Mai, sondern erst mit 1. Juni geöffnet haben: "Daher ist der Mai in der Bilanz ganz ausgefallen. Und im Juni war es eher kühl. Daher hatten wir bis Ende Juni nur 7000 Freibadbesucher. Im Vorjahr waren es im Mai und Juni zusammen 70.000, also das Zehnfache." Und für die städtischen Freibäder seien der Mai und der Juni traditionell die wichtigsten Monate, weil zu dieser Zeit die Temperaturen der Seen meist noch recht kühl seien: "Daher sind wir über den heurigen Juli und August durchaus happy", sagt Auinger.

Schallmauer von 150.000 Besuchern könnte noch durchbrochen werden

Auinger hat außerdem noch eine Hoffnung: "Im AYA-Bad, das weiter offen ist, rechnen wir mit bis zu 200 Besuchern pro Tag. Daher schaffen wir heuer in Summe vielleicht das Limit von 150.000 Besuchern sogar noch. Denn wir halten im AYA-Bad offen, so lange das Wetter gut ist." Die dortigen Mitarbeiter seien aber auch bei Schlechtwetter gut beschäftigt, weil sie ja auch das dortige Hallenbad mitbetreuen, sagt Auinger. Dieses war auch im Sommer durchgehend geöffnet mit Ausnahme von einer Revisionswoche Anfang September. Und: "Wir haben die Kapazität im AYA-Bad jetzt auf 74 Schwimmer, die gleichzeitig im Bad sein dürfen, erhöht", sagt der Vizebürgermeister.

Schnitt liegt bei 200.000 Badegästen pro Jahr

Auch wenn die heurigen Badegastzahlen damit um rund 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt liegen - im Vorjahr lag die Besucherzahl bei rund 200.000 -, ist Auinger damit nicht unzufrieden: "In einem Rekordsommer hatten wir auch schon einmal über 300.000 Badegäste. Angesicht von Corona war das heuer eigentlich ein gutes Jahr", resümiert er. Was dieses Ergebnis für die Finanzen der Stadt heiße, sei aber noch nicht endgültig klar: "Das müssen wir erst abrechnen. Das wird uns schon etwas gekostet haben - weil auch die Coronamaßnahmen etwas gekostet haben. Aber die Freibäder sind eine öffentliche Einrichtung - und wir sind wirtschaftlich vertretbar gut durchgekommen. Nur in guten Jahren erwirtschaften wir eine schwarze Null", sagt Auinger.

Mit 1. November starten die Aufbauarbeiten für die neue Eisrunde

Bei den städtischen Betrieben denkt man mittlerweile schon längst wieder an die Wintersaison: Denn im Volksgarten ist die Eishalle schon seit Mitte August wieder im Betrieb - und demnächst starten auch schon wieder die ersten Matches der Eishockey-Cracks von Red Bull. Und, so Auinger: "Mit 1. Oktober geht die Außen-Eisfläche in Betrieb. Und mit 1. November starten wir die Aufbauarbeiten für die neue Salzburger Eisrunde im Volksgarten. Ihre Eröffnung ist für Freitag, 27. November, pünktlich vor dem ersten Adventsonntag, geplant." Die Beleuchtung dafür sei schon getestet worden. Kosten werde die zusätzliche Eisrunde rund 550.000 Euro, sagt der Vizebürgermeister: "Das Land Salzburg zahlt zehn Prozent mit. Und Red Bull ist als Werbekooperationspartner im Boot."

Quelle: SN

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