Die Salzburg-Ecke kann zum Saal werden

Der Gast wird entscheiden, ob das einfache und gute Rezept Erfolg hat.

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Standpunkt Thomas Auinger

Wer als Urlauber in ein anderes Land fährt, will - zumindest ein bisschen - dort heimische Lebensmittel kennenlernen und genießen. Dass das natürlich auch umgekehrt gilt, dass also Gäste in Salzburg Salzburger Produkte essen und trinken wollen, scheint nicht für alle Handelnden im Tourismus besonders vorrangig zu sein.

Das neue Herkunfts-Logo kann und wird wohl das Bewusstsein für Salzburger Lebensmittel stärken. Es ist kein weiteres bloßes Siegel im fast schon undurchdringlichen Dschungel verschiedenster Kennzeichnungen. Im Gegenteil, es ist eine Vereinfachung. Und wenn die Logistik funktioniert und der Bezug der Produkte vor allem für Gastronomen nicht zum mühsamen Eiersuchen wird, dann kann sich das Projekt tatsächlich in die Breite bewegen.

Selbstverständlich werden auch in Zukunft die Orangen an Buffets in Pinzgauer Skihotels nicht von Flachgauer Plantagen kommen können. Aber das Ziel der obersten Salzburger Touristiker - und das ist ambitioniert - lautet, dass es keinen Tourismusbetrieb mehr geben soll, der zum Frühstück nicht wenigstens eine Salzburg-Ecke anbietet. Und das Wichtigste: Der Gast ist König. Er darf und soll verlangen, fragen und hinterfragen.

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