Wirtschaft

Start der Skisaison in Salzburg: Ohne Schnee koa Musi

Am Samstag beginnt der Winter. Definitiv. Er endet am 1. Mai 2017. Denn so lang hat die neue Ski Alpin Card Gültigkeit.

Start der Skisaison in Salzburg: Ohne Schnee koa Musi SN/schmittenhöhe/felsch
Die Skisaison startet bald.

Größer. Schneller. Weiter. Dieses Motto treibt Salzburgs Seilbahner voran. Auch die im Pinzgau - und es gibt ihnen Recht. Der Zusammenschluss der Skigebiete Saalbach-Hinterglemm und Leogang mit Fieberbrunn (Tirol) bescherte allen saftige Zuwachsraten. Sowohl die Zahl der Nächtigungen (Saalbach plus 10 Prozent; Fieberbrunn plus 18), als auch die der Seilbahn-Umsätze stiegen. In Fieberbrunn von sechs auf neun Mill. Euro. In Saalbach schnellte er mit 82 Mill. Euro über eine Schallgrenze. Und der Rekordumsatz von 136 Mill. Euro ließ die Seilbahner der Region jubeln.

Der erste Schritt Richtung Saalbach

Die Konsequenz: Noch engeres Zusammenrücken der Skigebiete. Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn formuliert: "Wir schauen ab kommenden Winter sprichwörtlich über den Tälerrand. Und zwar durch die Eröffnung der Zehner-Kabinenbahn namens zellamseeXpress. Die 3,5 Kilometer lange Abfahrt ins Glemmtal eröffnet spektakuläre Blicke auf die Saalbacher Grasberge und das Steinerne Meer." Es ist ein erster aber entscheidender Schritt der Anbindung von Zell am See mit dem Glemmtal. Die zweite Teilstrecke der Bahn Richtung Viehhofen ist in Planung. Die Realisierung werde "die gesamte Region in eine neue Dimension katapultieren." Aktuell und verbunden mit dem Saisonstart, ist das Kitzsteinhorn Dreh- und Angelpunkt. Dort traf in den letzten Tagen frischer Pulverschnee ein.

Neue Schneekanonen auch für das Kitzsteinhorn

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Dennoch setzt man auch auf den Gletscher weiter auf einen Ausbau der Beschneiung. Der Vorstand der Gletscherbahnen Kaprun, Norbert Karlsböck: "Die beschneite Fläche wurde um zwei Hektar erweitert. Die Schlagkraft der Anlagen um 30 Prozent erhöht." Das größte internationale Testportal "skiresort.de" wählte das Kitz mit seinen drei Snowparks und einer Superpipe übrigens zum "Besten Snowpark 2016." Mittlerweile ist in den drei großen Pinzgauer Skigebieten eine Grad der Beschneiung von fast 100 Prozent erreicht. Schneesicherheit, die Größe des Skigebietes und Komfort wären Basis des Erfolges, so der Geschäftsführer der Saalbacher Bergbahnen, Helmuth Thomas. Diese Größe definiere sich auch mit der Ski Alpin Card. Die umfasse jetzt 408 km Piste (früher 338). Der Sprecher der Salzburger Seilbahnbranche, Ferdinand Eder aus Zell am See: "Sie garantiert theoretisch 199 Tage die Möglichkeit zum Skifahren. Sie kostet im Vorverkauf 535 Euro. Im Schnitt brachten es Besitzer der Ski alpin Card im Vorjahr auf 21,4 mal Skifahren. Ergibt pro Tag 25 Euro. Das ist, glaube ich, ein fairer Preis."

Trends sollen mit so genannten Jukeboxx-Gondeln gesetzt werden. Sechs solcher Gondeln samt Multimedia-Soundsystem und kostenlosem WLAN sind Teil des neuen zellamseeXpress. Während der zehnminütigen Fahrt kann , wie im Flugzeug, ein individuelles Musikprogramm gehört werden - mit bester Klangqualität. "Eine Weltneuheit," so Schmitten Vorstand Erich Egger.

Jodel-Workshop und geführte Skitouren

Abseits technischer Neuerungen entdeckt man auch mehr und mehr die Liebe zu den Tourenskigehern. Norbert Karlsböck: "Für naturorientierte Skitourengeher gibt es in Zusammenarbeit mit Bergführern aus Zell am See und Kaprun heuer ganz neu jeden Donnerstag eine geführte Skitour auf den unberührten Tristkogel."

Angeboten werden auch Jodelkurse und auf der Schmitten ein Ski 'n' Brunch. Inkludiert sind frisch präparierte und leere Hänge für Frühaufsteher mit anschließendem Frühstück. Dennoch bleibt Technik und bleiben weitere Zusammenschlüsse zentrales Thema: Das Projekt einer Verbindung des Ortes Kaprun über Schaufelberg und Maiskogel mit dem Kitzsteinhorn etwa. Oder, noch in sehr weiter Ferne, jene des Kitz mit dem Hochsonnberg (Piesendorf) und der Schmitten. Dann wären das Kitzsteinhorn von Fieberbrunn per Lift erreichbar.

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