Wirtschaft

Trotz Lockdown: Bergbahnen nutzen Wintereinbruch zur Beschneiung

Mehrere Bergbahnen planen den Start der Skisaison noch vor Weihnachten. Ob das erlaubt wird, ist noch offen.

Salzburgs Berge sind mehr als angezuckert: In Filzmoos sorgte die Schlechtwetterfront von Donnerstag auf Freitag für eine durchgehende Schneedecke von zehn bis 20 Zentimetern. Die niedrigen Temperaturen haben die Filzmooser Bergbahnen auch dazu veranlasst, mit der technischen Beschneiung ihrer Skipisten zu beginnen.

Auch wenn derzeit noch offen ist, wann Ski fahren wieder möglich sein wird und wann Hotels Urlaubsgäste empfangen dürfen: Die Bergbahnen planen mit einem Saisonstart der Skilifte am 18. Dezember. Auch Tourismuschef Peter Donabauer hofft darauf, dass der Wintertourismus im Laufe des Dezembers wieder möglich sein wird. "Unsere Tourismusbetriebe sind jederzeit bereit, Urlaubsgäste in Empfang zu nehmen", erklärt er.

So viel kostet die Beschneiung

Auch in anderen Skigebieten bedeutet die Kaltfront den Start der Beschneiungssaison, wenn auch noch nicht in vollem Ausmaß. "Wir werden im Gipfelbereich starten und je nach Wetterlage bis zur Mittelstation beschneien", kündigt Walter Steiner, der Betriebsleiter der Saalbacher Bergbahnen, an. Er will den Einsatz der Schneekanonen vorsichtig dosieren - noch wisse man nicht, wann die Skigebiete aufsperren dürften. Gleichzeitig koste das Beschneien viel Geld. Je nach Anlage sind es ein bis 2,50 Euro pro eingesetztem Kubikmeter Wasser, aus dem gut die doppelte Menge Schnee hergestellt wird. Im gesamten Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn sind 1000 Schneeerzeuger - Kanonen und Lanzen - im Einsatz.

Auch bei den Hinterglemmer Bergbahnen sind alle Vorbereitungen für den Start der Beschneiung abgeschlossen. Vergangenen Dienstag wurden am Zwölferkogel letzte Tests an Schneekanonen vorgenommen. Dabei werden die Geräte für einige Minuten in Betrieb genommen - allerdings werfen sie keinen Schnee aus, sondern nur Wasser. "Für Schnee wäre es ja noch zu warm gewesen", erklärt Florian Eberharter, der Technische Leiter der Hinterglemmer Bergbahnen. "Wir kontrollieren, ob der Wasserdruck passt und ob die Maschinen einsatzfähig sind. Das geschieht meist, wenn es noch nicht kalt ist, damit wir bei eventuellen Störungen keine wertvolle Zeit verlieren und noch Spielraum für Reparaturen bleibt", erklärt der Experte.

Gerade heuer sei es extrem wichtig, den Skifahrern dann, wenn es losgehe, ein gutes Angebot liefern zu können, berichtet auch Willi Leitinger, der Geschäftsführer der Almenwelt Lofer. Deshalb waren auch dort die Schneekanonen bereits im Einsatz. In Lofer startet der Skibetrieb üblicherweise im Dezember - an Wochenenden und bei guter Schneelage. Der Vollbetrieb erfolgt später und ist für heuer ab dem 19. Dezember geplant - außer es kommt anders.

Auch auf der Schmittenhöhe in Zell am See gingen in höheren Lagen die ersten der insgesamt 500 Schneeerzeuger in Betrieb. Parallel dazu laufen noch letzte Revisionsarbeiten an den Seilbahnanlagen sowie Wartungen der Zutrittskontrollsysteme.

Quelle: SN

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