Wirtschaft

Tunnelprojekt Köstendorf: ÖBB wollen Förderband einhausen

Das Ausbruchmaterial für den unterirdischen Teil der Neubaustrecke Köstendorf - Salzburg soll über ein fünf Kilometer langes Förderband zur Deponie transportiert werden.

Die ÖBB hatten den Anrainern der künftigen Tunnel-Baustelle im Flachgau (Beginn nicht vor 2025) Verbesserungen in Aussicht gestellt. Wie berichtet, sollen 16,5 Kilometer der Neubaustrecke Köstendorf-Salzburg unterirdisch verlaufen. Geplant ist, dass das Ausbruchmaterial über ein fünf Kilometer langes Förderband zur Deponie transportiert wird. Drei Kilometer davon soll die Anlage eingehaust werden, um die Lärmbelästigung zu verringern. In Spanswag wird laut ÖBB zudem das Förderband bzw. die Baustraße im Bereich der Straße überführt, die Kindern als Schulweg dient. Zudem sollen landwirtschaftliche Flächen weiterhin erreichbar bleiben, obwohl sie vom Förderband durchzogen werden.

Die ÖBB wollen die Nachbesserungen in der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) berücksichtigen, die demnächst eingereicht werden soll. Thomas Oppeneiger, der die Anrainer aus dem Köstendorfer Ortsteil Spanswag vertritt, spricht von "kleinen Verbesserungen". Er wollte wissen, wie groß die Lärmbelastung trotz Einhausung sein werde, und kündigte an, damit auch einen privaten Sachverständigen zu beschäftigen.

Köstendorfs Bürgermeister Wolfgang Wagner (ÖVP), der den Transport des Materials auf der Schiene gefordert hatte, besteht unverändert darauf, dass auch diese Möglichkeit im Rahmen der UVP geprüft werde. Seitens der Bahn will man sich dem nicht verschließen, aber: "Wir sind der Meinung, dass der Abtransport mit dem Förderband die umweltverträglichste ist", meinte ÖBB-Projektleiter Christian Höss.

Quelle: SN

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