Wirtschaft

Um vier Milliarden Euro: Chinesen wollen die "Atomic"-Mutter kaufen

Der finnische Sportartikel-Konzern Amer Sports hat das Interesse seines chinesischen Rivalen Anta Sports auf sich gezogen. Dabei geht es unter anderem um die Pongauer "Atomic"-Skifabrik.

Das Objekt der Begierde ist den chinesischen Interessenten sehr viel Geld wert. SN/apa
Das Objekt der Begierde ist den chinesischen Interessenten sehr viel Geld wert.

Amer Sports, der Hersteller von "Atomic"-Ski, "Wilson"-Tennisschlägern und "Salomon"-Wanderschuhen bestätigte am Dienstag, dass Anta zusammen mit dem Finanzinvestor FountainVest Partners unverbindlich Interesse an einer Übernahme angemeldet habe.

Noch gibt es aber keine Verhandlungen oder Entscheidungen. Einem Insider zufolge könnten die Chinesen mehr als 4 Milliarden Euro für Amer bieten. An der Börse in Helsinki war der Konzern am Montag 3,34 Milliarden Euro wert.

Am Dienstag schossen die Aktien um 11,8 Prozent nach oben, nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg über das Interesse berichtet hatte. Wegen des Kurssprungs wurden die Titel anschließend vom Handel ausgesetzt.

Ein offizielles Angebot könnte in einigen Wochen folgen, sagte der Insider. Einer Übernahme müssten nach Amer-Angaben 90 Prozent der Aktionäre zustimmen.
Anta hat schon lange ein Auge auf Amer Sports geworfen. Die Chinesen wollen verstärkt ins Ausland expandieren und suchen nach etablierten Marken.

Die bekannteste Anta-Beteiligung ist die auf Tennisschuhe und -bekleidung spezialisierte Fila, die ihre Wurzeln in Italien hat. In China verkauft Anta Sportartikel unter der eigenen Marke.

Die Salzburger Skifirma Atomic gehört seit 1994 zum finnischen Amer-Konzern. Sie hat 2017 rund 170 Millionen Euro umgesetzt.

Quelle: SN

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