Wirtschaft

Umsatz der Porsche Holding Salzburg sank 2018 um 8,6 Prozent

2018 war für die Porsche Holding Salzburg nach mehreren Rekordjahren von Rückgängen geprägt: Der Umsatz von Europas größtem Autohändler ging gegenüber 2017 um 8,6 Prozent auf 20,4 Mrd. Euro zurück.

 SN/Robert Ratzer

Der Absatz im Groß- und Einzelhandel sank um 5,9 Prozent auf 743.000 Neuwagen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 5,4 Prozent auf weltweit 30.900, teilte der VW-Händler am Mittwoch mit. "Durch den Verkauf der Multimarken Einzelhandelsgruppe PGA Mitte 2017 mit 261 Standorten in Frankreich, Belgien, Holland und Polen gingen 2018 55.000 Neuwagen bzw. ein Umsatz von 2,3 Milliarden Euro verloren. Einzig dadurch erklärt sich der Rückgang bei den Neuwagenstückzahlen und dem Umsatz in 2018", erklärte die Porsche Holding Salzburg in der Aussendung.

Neue Abgasmessungen setzen die Autobranche derzeit unter Druck. Das ging auch am deutschen Volkswagen-Konzern und seinem österreichischen Generalimporteur nicht spurlos vorüber. "In Anbetracht der zum Teil sehr schwierigen Marktsituation und der mit September erfolgten Umstellung auf den neuen WLTP-Verbrauchsmesszyklus, der unser Geschäft in den letzten Monaten schwächte, sind wir mit dem Jahresergebnis 2018 sehr zufrieden," erklärte Geschäftsführer Hans Peter Schützinger.

Die Porsche Holding Salzburg ist auch am Gebrauchtwagenmarkt tätig, hier betrug der Absatz 2018 213.300 - bereinigt um den PGA-Verkauf sei das ein Plus von 6,1 Prozent gewesen. Bei den Leasingverträgen der Porsche Bank ist der Bestand der Verträge in Österreich 2018 um 10,5 Prozent auf mehr als 177.407 Stück gestiegen. Durch die Übernahme des Volkswagen Versicherungsdienstes (VVD) per 1. Jänner 2018 sei auch ein großer Zuwachs an Kaskoverträgen verzeichnet worden. Mit einem Gesamtjahresplus von 181.103 Kaskoverträgen sei der Bestand per Ende 2018 auf 413.136 angewachsen, hieß es.

Die Porsche Holding mit Sitz in Salzburg war in den Vorjahren das umsatzstärkste Unternehmen Österreich, verlor den ersten Platz nun durch den Erlöseinbruch aber an die OMV, die den Umsatz von 20,2 Mrd. Euro 2017 auf 22,9 Mrd. Euro 2018 steigerte. Der Autohändler hat 457 Händlerbetriebe in 25 Ländern.

Quelle: APA

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