Wirtschaft

Vergleich: Salzburg bei Arbeitsmarktdaten im Spitzenfeld

Laut aktueller Prognose wird sich die Arbeitslosenrate im Gesamtverlauf des Jahres 2016 mit 5,7 Prozent wieder auf das Niveau von 2014 senken. LH Wilfried Haslauer (ÖVP) will aber die Wirtschaft weiter ankurbeln.

Vergleich: Salzburg bei Arbeitsmarktdaten im Spitzenfeld SN/www.bilderbox.com
Auch bei den Lehrlingen hat sich die Lage am Salzburger Arbeitsmarkt 2016 verbessert. Symbol

Die Entspannung am Salzburger Arbeitsmarkt geht weiter: Sowohl die Zahl der unselbstständig Beschäftigten als auch die Zahl der Arbeitslosen haben sich in den ersten drei Quartalen des Jahres 2016 günstiger entwickelt als im Jahr 2015. Damit wird laut aktueller Prognose die Arbeitslosenrate im Jahresschnitt 2016 mit 5,7 Prozent wieder auf das Niveau von 2014 sinken. Das geht aus der neuesten Ausgabe des Berichtes der Landesstatistik über den Salzburger Arbeitsmarkt hervor, der heute, Freitag, veröffentlicht wurde.

Die Analyse der Zahlen zeigt, dass Salzburg damit seine Spitzenposition innerhalb Österreichs behaupten konnte: Sowohl bei der Gesamtarbeitslosenquote als auch bei der Senioren- und Jugendarbeitslosenrate erreicht Salzburg jeweils den ersten oder zweiten Platz. Wirtschafts- und Arbeitsmarktreferent Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) freut sich, dass der Aufwärtstrend auch in anderen Bereichen anhält: "Die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen ist in den ersten drei Quartalen mit rund sechs Prozent erfreulicherweise überproportional stark gesunken. Zwar hat auch die Anzahl der jugendlichen Beschäftigten in diesem Zeitraum abgenommen, nämlich um 1,8 Prozent, aber insgesamt führte dies zu einer Verringerung der Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen um 0,2 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent."

Haslauer will den Arbeitsmarkt weiter ankurbeln

Trotz dieser für Salzburg erfreulichen Entwicklung bedeute dies nicht, dass sich die Landesregierung nicht der nach wie vor schwierigen Situation am Arbeitsmarkt bewusst sei, betont Haslauer: "Wir müssen auch weiterhin Maßnahmen in vielen Bereichen setzen, um dem Arbeitsmarkt dauerhaft neuen Aufschwung zu verleihen und möglichst viele Personen ohne Arbeit wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren." Neben den vielen mit den Sozialpartnern akkordierten Impulspaketen im Bereich Ausbildung und Zusatzqualifikation, sozialer Eingliederung, Konjunktur und Beschäftigung oder der Arbeitsmarktintegration von Asylberechtigten werde das Land als wichtigsten Faktor die Belebung der Wirtschaft und die Schaffung der dafür notwendigen Rahmenbedingungen immer im Auge behalten, betont der Arbeitsmarkt-Referent.

250.000 unselbständige Erwerbstätige in Salzburg

Die wichtigsten Ergebnisse der Entwicklung auf dem Salzburger Arbeitsmarkt in den ersten neun Monaten des Jahres 2016 fasst Gernot Filipp, der Leiter der Landesstatistik Salzburg, zusammen: Die ersten drei Quartale des Jahres 2016 ergaben einen weiteren Anstieg der Zahl der unselbstständig Beschäftigten in Salzburg, sodass sich der Beschäftigtenstand um 1,3 Prozent oder mehr als 3200 Beschäftigte auf gut 250.400 erhöht hat. Zugleich ist in den ersten drei Quartalen die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen deutlich gesunken, und zwar um 3,4 Prozent auf rund 14.450.


Der Bundesländervergleich

Im Vergleich mit Österreich ist damit in Salzburg der Anstieg der unselbstständig Beschäftigten (Österreich: plus 1,4 Prozent) in den ersten drei Quartalen ähnlich hoch ausgefallen. Bei der Zahl der der Arbeitslosen gab es österreichweit im Gegensatz zu Salzburg einen Anstieg (Österreich: plus 1,4 Prozent). Aus den Veränderungen der Zahl der unselbstständig Beschäftigten und der Personen ohne Arbeit ergibt sich für Salzburg eine Arbeitslosenrate von 5,5 Prozent, die damit um 3,5 Prozentpunkte unter dem Österreichwert von 9,0 Prozent liegt. Bei der Arbeitslosenrate führt Salzburg im bisherigen Jahresverlauf mit 5,5 Prozent den Bundesländervergleich vor Vorarlberg (5,8 Prozent) und Oberösterreich (6,1 Prozent) an, während Kärnten (10,7 Prozent) und Wien (13,6 Prozent) mit Arbeitslosenraten von mehr als zehn Prozent am Ende dieser Rangreihe liegen.

Vorschau für das Gesamtjahr 2016

Für das Gesamtjahr 2016 wird in Salzburg das Beschäftigungswachstum mit rund 1,5 Prozent jenem in Gesamtösterreich entsprechen, während die Zahl der Arbeitslosen im Gegensatz zu Österreich leicht zurückgehen wird. Die Arbeitslosenrate dürfte damit für 2016 mit 5,7 Prozent leicht unter dem Niveau des Jahres 2015 liegen.


Positive Entwicklung auf dem Lehrlingsarbeitsmarkt

Auch die Situation am Lehrlingsarbeitsmarkt hat sich insofern verbessert, als binnen Jahresfrist die Zahl der offenen Lehrstellen um 6,6 Prozent stieg, die Zahl der Lehrstellensuchenden hingegen um 1,5 Prozent sank. Damit gibt es rund doppelt so viele offene Lehrstellen wie Lehrstellensuchende, so dass Salzburg gemeinsam mit Tirol den Bundesländervergleich deutlich anführt.

Der Bericht "Arbeitsmarkt Salzburg im Herbst 2016" kann hier im Internet abgerufen werden.

Quelle: SN

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