Wirtschaft

Goldener Hirsch um 30 Millionen Euro umgebaut: Ein erster Blick ins Innere

Mitte Juli soll das Luxushotel komplett renoviert wiedereröffnen.

Noch sind Dutzende Handwerker am Arbeiten, bald soll das Fünf-Sterne-Hotel Goldener Hirsch in der Salzburger Altstadt wieder aufsperren. Pünktlich zum Beginn der Salzburger Festspiele. Die ersten Zimmer nehmen Form an, versucht wurde die Tradition des mehr als 600 Jahre alten Hauses mit modernen Elementen zu kombinieren, erklärte Architekt und Projektleiter Karsten Sippel am Donnerstag. Dafür wurden etwa die alten Holzpaneele des Hauses wiederverwertet. "Viele Stammgäste haben uns angerufen und gefragt, ob denn das Hotel noch das alte bleibe. Wir waren und sind natürlich sehr bemüht die Tradition zu erhalten", sagte Hoteldirektor Wolfgang Putz.

Eigentümer Hans-Peter Wild, ein Schweizer Unternehmer, hat rund 30 Millionen Euro in die Renovierung investiert, auch wenn er zunächst mit deutlich geringeren Kosten gerechnet hatte. Im August 2016 kaufte Wild das Traditionshaus. "Mit der Übernahme bin ich die große Verpflichtung eingegangen, dem Gebäude mit dem nötigen Respekt vor dessen Geschichte zu begegnen und es entsprechend zu erhalten." Deshalb sei für das Hotel, das seit mehr als 20 Jahren Teil des UNESCO-Weltkulturerbes "Historisches Zentrum der Stadt Salzburg" ist und unter Denkmalschutz steht, eine "sanfte Renovierung" geplant gewesen. Im Laufe der Renovierungsplanung und -umsetzung wurde jedoch schnell deutlich, dass der Zustand des Gebäudes erheblich schlechter sei als erwartet. Die teilweise inakzeptable Bausubstanz, tragenden Wänden fehlte beispielsweise ein Fundament, und die völlig veraltete Infrastruktur, machten eine bauliche und technische Grundsanierung nötig.

Archäologische Fundstücke werden im Hotel gezeigt

Erschwert und verzögert wurde das Vorhaben dadurch, dass beim Ausheben der dreieinhalb Meter tiefen Grube zur Unterkellerung von bisher nicht unterkellerten Bereichen zahlreiche archäologische Funde entdeckt wurden. Darunter Zisternen und Latrinen aus dem Mittelalter sowie Tonscherben aus der Römerzeit, erzählte Sippel. Einige archäologische Fundstücke werden im Hotel ausgestellt. Sippel hatte zusammen mit dem Salzburger Architekten Wolfgang Pessl die Aufgabe, 48 Firmen und ein Team von 20 Architekten, Fachplanern und Ingenieuren bei der Sanierung zu koordinieren.

Neben dem Haupthaus, dem Goldenen Hirsch, der aus ursprünglich sechs Häusern besteht, wurde zeitgleich auch das gegenüberliegende Kupferschmiedhaus umgebaut. Entstanden sind etwa neue Räumlichkeiten für die 100 Hotelmitarbeiter darunter eine eigene Kantine. Alle 70 Hotelzimmer wurden renoviert, saniert wurden etwa das Dach, Fenster sowie die Fassade. Auch das Erdgeschoss ist neu konzipiert worden: Durch die Verlagerung der Küche, die sich bisher im Erdgeschoss befand, konnte der Empfangsbereich mit der Rezeption vergrößert werden. Er zieht sich jetzt über die gesamte Tiefe des Hauses und hat es möglich gemacht, dass das Hotel - neben dem bekannten Eingang von der Getreidegasse - nun auch einen direkten Zugang vom Karajan-Platz erhält.

Quelle: SN

Aufgerufen am 20.06.2019 um 08:05 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/video-goldener-hirsch-um-30-millionen-euro-umgebaut-ein-erster-blick-ins-innere-71368021

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