Wirtschaft

Video: Ringen um Förderung für den Sonnenstrom

Die Salzburg AG rührt die Werbetrommel für die Photovoltaik. Wer eine Anlage für sein Dach will, braucht aber nach wie vor viel Idealismus.



"Sonnenkraftwerkler": So werden neuerdings Hausbesitzer genannt, die auf Dächern, am Balkon oder im Garten Photovoltaikanlagen montieren.

Johann Plainer ist einer von ihnen. An seinem Niedrigenergiehaus in Seekirchen ließ er über die Salzburg-AG-Tochter Future Energy eine 1,6- kW-Anlage an seiner Balkonbrüstung montieren. Seit Ende 2010 habe er mehr als 2000 Kilowattstunden Strom erzeugt, sagt Plainer. "Mir geht es darum, die Energie dort zu erzeugen, wo sie gebraucht wird. Wenn das Viele machen, spart das Kraftwerke und Transportleitungen."

Auch bei der Förderung hatte Plainer Glück. Für die 6000-Euro-Investition bekam er eine 30 Prozent-Förderung vom Klima- und Energiefonds des Bundes. Den Strom, den er nicht braucht, nimmt die Salzburg AG ab - um 9,6 Cent pro Kilowattstunde. "Wir garantieren für jede überschüssige Kilowattstunde einen Fixpreis für die kommenden zehn Jahre", sagt Salzburg-AG-Vorstand Leonhard Schitter. Der Gedanke, auf diesem Weg zum "sauberen" Stromproduzenten zu werden, klingt verlockend. Allerdings braucht es nach wie vor viel Idealismus. Wer sich jetzt bei seinem Elektriker oder Installateur erkundigt, bekommt überall die gleich Auskunft: "Wie es mit den Förderungen weitergeht, weiß niemand."

Vor allem gilt dies für jene Mehrheit, die nur eine "kleine" Anlage unter 40 m2 (5 kW-Anlagen) auf das Dach schrauben will. Ein Rundruf der SN unter Experten ergab: Die Bundesförderung ist für Salzburg zwar so bemessen, dass die meisten Ansucher Glück haben dürften. Doch zahlt sich das aus? Da gehen die Meinungen auseinander. Sukkus: Nur wer sehr viel von "seinem" Strom auch selbst verbraucht, spart wirklich Geld. Das Einspeisen in das öffentliche Netz wird wohl niemanden reich machen.

Etwas besser sähe es bei den großen Anlagen ab 40 m2 aus - hier gibt es per Gesetz höhere Einspeisetarife. Die sind aber kontingentiert. Und wer noch ein Stück vom Kuchen will, muss oft jahrelang warten, heißt es bei der Salzburger Energieberatung.

Quelle: (SN).

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