Wirtschaft

Vier Orte und ein Ziel im Saalachtal

Pinzgauer Tourismus-Gemeinden kochen gemeinsame "Suppe".

Die Saalachtal-Touristiker sind seit 20 Jahren vereint.  SN/tvb salzburger saalachtal
Die Saalachtal-Touristiker sind seit 20 Jahren vereint.

Im Pinzgauer Saalachtal kochte jahrzehntelang jeder Ort sein eigenes Süppchen. Doch seit nunmehr 20 Jahren, seit 1. Jänner 1999, gibt es den gemeinsamen Tourismusverband Salzburger Saalachtal. Damit sind Unken, Lofer, St. Martin und Weißbach Vorreiter im Bundesland. Jetzt feiern sie das Jubiläum.

Fritz Holzer, einstiger Tourismusobmann in St. Martin, erinnert sich an die neunziger Jahre und die damals zunehmende internationale Konkurrenz: "Jeder kämpfte auf eigene Faust, um Stammgäste zu halten und neue zu werben. Jeder wurschtelte für sich dahin. Dieses Kirchturmdenken war kontraproduktiv. "

Die ersten Jahre nach der Gründung verliefen turbulent. Der Verband war in seinen ersten Jahren mit hohen Schulden konfrontiert, was Gründungsobmann Arno Stainer sen. so erklärt: "Die vier Gemeinden waren ja nach wie vor personell besetzt. Die Computeranlagen mussten untereinander durch Standleitungen vernetzt werden, was damals sehr viel Geld kostete. Dann musste der Verband auch die Bohrung nach Thermalwasser für das Projekt ;Therme' mitunterstützen." Erst die Zusammenlegung der Außenstellen zur Zentrale in Lofer hätte ab dem Jahr 2004 finanzielle Erleichterungen gebracht.

"Heute sind wir eine Region", sagt TVB-Geschäftsführer Wolfgang Fegg. "Die touristischen Akteure haben gelernt, nicht mehr rein ortsbezogen zu denken. Weil sie wissen, dass damit letztlich die ganze Region gestärkt wird." So zum Beispiel bei der Mitfinanzierung der neuen Achtersesselbahn, die 2019/20 in Lofer in Betrieb gehen wird. Dass alle an einem Strang ziehen, das merke und schätze auch der Gast, erklärt Obmann Michael Bader.

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