Wirtschaft

Wärme kommt aus 85 Metern Tiefe

Neuer ÖAMTC-Stützpunkt mit Solepumpe ist im Juli fertig.

Peter Schmid mit einer von 13 Soleleitungen.  SN/anton kaindl
Peter Schmid mit einer von 13 Soleleitungen.

Nach den Verzögerungen durch das kontaminierte Erdreich und die Änderungswünsche des Saalfeldner Gestaltungsbeirats laufen die Arbeiten am neuen ÖAMTC-Stützpunkt in Saalfelden seit Herbst auf Hochtouren. "Der Stützpunkt soll im Juli in Betrieb gehen", sagt der technische Leiter beim Salzburger ÖAMTC, Peter Schmid. Die Eröffnungsfeier findet am 22. September statt.

Stolz ist Schmid auf die Solepumpe, mit deren Hilfe das Gebäude im Winter geheizt und im Sommer gekühlt wird. Rund um das Haus wurden dafür 13 Löcher mit einer Tiefe von je 85 Metern gebohrt. In jedes führt eine Leitung hinunter und herauf. Gefüllt ist sie mit einer Sole. Diese wird in das Loch geleitet, wo sie durch die Wärme im Boden ganzjährig auf eine Temperatur von 18 Grad erwärmt und dann zur Klimatisierung des Gebäudes eingesetzt wird. "Wir haben verschiedene Möglichkeiten berechnen lassen", sagt Schmid. Mit Kosten von 4000 Euro im Jahr sei die Solepumpe wesentlich günstiger als eine herkömmliche Wärmepumpe oder eine Gasheizung. "Die Anlage amortisiert sich nach zehn Jahren. Im Stützpunkt Salzburg-Nord haben wir schon 2016 eine Solepumpe eingebaut. Sie hat sich bewährt und wir sind sehr zufrieden damit."

Im neuen Stützpunkt in Saalfelden werden am Anfang 12 Mitarbeiter beschäftigt. Einen Teil stellt der ÖAMTC neu ein, ein Teil kommt vom Stützpunkt in Zell am See. Dieser war zu klein geworden, weshalb man sich zum Bau eines eigenen Stützpunkts in Saalfelden entschloss. Jener in Zell am See bleibt aber bestehen und soll erneuert werden. Mittelfristig ist auch ein Standort in Mittersill vorgesehen.

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