Wirtschaft

Was bei der Inneneinrichtung derzeit im Trend liegt

Vom 8. bis 10. Mai findet die Fachmesse Möbel Austria in Salzburg statt. Zwei Experten erklären, welches Holz derzeit in der Inneneinrichtung nicht wegzudenken ist und was bei der Ausbildung als Berater wichtig ist.

Wie sieht das Schlafzimmer der Zukunft aus? SN/bernhard schreglmann
Wie sieht das Schlafzimmer der Zukunft aus?

Der Purismus geht weiter, sagt Barbara Eckereder. Sie ist Vizepräsidentin des Schulvereins der Einrichterberaterschule Kuchl. "Schlichte, kubische Formen sind weiter im Trend, es gibt kaum etwas Rundes, kaum Abgeschrägtes." Holz und Stein kleiden derzeit die Oberflächen der Möbel. "Die Eiche bleibt. Es ist das vielfältigste Material überhaupt."

Natürliche Materialien sind auch bei Hubert Kastinger hoch im Kurs: "Es wird definitiv wesentlich mehr Echtholz verwendet", sagt der Obmann für Einrichtungsfachhandel in der Wirtschaftskammer Österreich. Ein leichter Landhausstil sei zudem im Kommen - sowie super matte Oberflächen, auf denen man keine Fingerabdrücke sieht. Kastinger wagt auch einen Blick in die Zukunft: Die Küche werde das Zentrum jeder Wohnung. Zudem seien die Räume künftig zunehmend vernetzt. "Wenn der Staubsaugerroboter Feuchtigkeit bemerkt, gibt er dem Wischroboter Bescheid."

In der Ausbildung der Einrichtungsberater spiele Technologie derzeit allerdings noch kaum eine Rolle, sagt Eckereder. Die 25 Schüler verwenden freilich Onlineplattformen für die Recherche, aber das Handwerkliche sei unerlässlich. "Direkt bei einem Kunden kurz einen Gedanken aufskizzieren zu können, ist unschlagbar wichtig." Ein Jahr lang dauert die Ausbildung an der Beraterschule, das Schulgeld ist circa 500 Euro im Monat. In dem Jahr lernten die Schüler alles was mit gestalten, planen, Marketing und Verkauf zu tun hat. "Also alles, was ein guter Verkäufer im Fachhandel braucht."

Einrichten sei sehr emotional, sagt Eckereder. "Manchmal komme ich mir vor wie eine Soziologie-Professorin: Die Innenräume sagen so viel über Familienabläufe, Gesprächsführung aus." Als Berater sei es deshalb wichtig, den Kunden kennenzulernen: "Mich muss interessieren, welche Gewohnheiten die Kunden haben, welche Beleuchtung sie wünschen, ob sie Beschwerden beim Schlafen haben."

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