Wirtschaft

Was uns die neue 5G-Technologie bringt

Superschnelles Internet bis in den letzten Winkel, eigene Frequenzen für große Unternehmen und mobile Kommunikation für so gut wie alles.

"Wenn in einem großen Fußballstadion ein Hygienespender in einem der Toiletten leer ist, dann erfährt das Reinigungspersonal das automatisch per Tablet. Digitalisierung und damit auch 5G spielen bei uns eine große Rolle", schildert Teresa Millinger-Neumayr. Sie ist Personalchefin bei Hagleitner Hygiene International mit Sitz in Zell am See und eine von vielen Salzburgern, die sich am Donnerstag bei einer Veranstaltung der Salzburger Wirtschaftskammer aus erster Hand über die fünfte Mobilfunkgeneration 5G informierten.

Dass die neue Technologie auch Kritiker auf den Plan ruft, kann Unternehmensberater Georg Steiner nachvollziehen. "Es waren auch nicht alle für die Dampfmaschine bei der ersten industriellen Revolution." Tatsache sei aber, dass keine Branche mehr ohne Übertragung großer Datenmengen auskomme. "Die Frage ist nicht, ob wir 5G brauchen, sondern wie wir es schnellstmöglich nutzen können", sagt er.

5G bringt besseres und schnelleres Internet. Das werde man beispielsweise auch als Bahnpassagier bemerken, erklärte Kurt Reichinger von der Rundfunk- und Telekom-Regulierungsbehörde (RTR). "Wir fahren heute mit 200 Stundenkilometern, künftig noch schneller im Zug. Dabei muss das Handysignal von einem auf den anderen Sender übergeben werden - das kostet Zeit. Mit 5G verkürzen sich diese Latenzzeiten von 20 Millisekunden auf acht bis sechs, vielleicht sogar auf eine Millisekunde", schildert Reichinger.

Für große Unternehmen biete 5G neue Kommunikationsmöglichkeiten - etwa Campus-Lösungen. Dabei errichten Betriebe eigene, lokale Netzfrequenzen. Der Vorteil: Sie agieren unabhängig von einer öffentlichen Netzfrequenz.

Die Pläne der Salzburg AG für die erworbene 5G-Lizenz präsentierte Vorstandssprecher Leonhard Schitter. 5G soll unter anderem superschnelles Breitband-Internet dorthin bringen, wo Glasfaser an ihre Grenzen stößt - also in den dünn besiedelten ländlichen Raum. Außerdem: bessere Smart-Grid-Anbindungen und WLAN für Obus und Lokalbahn.

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