Wirtschaft

Weg von billig, hin zu regional - so wollen Salzburger Produzenten der heimischen Gastronomie Appetit machen

Was bei Konsumenten seit Jahren im Trend liegt, soll jetzt auch in der Gastronomie Fuß fassen: Agrarmarketing macht 500 "Salzburger Land"-Produkte fit für den Großhandel.

"Mercosur hat ein Gegenbeispiel - und das sind wir", beschreibt der Obmann des Salzburger Agrarmarketings (SAM), Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP), das "Salzburger Land"-Herkunftszertifikat. Das Logo erhalten nur Produkte, die zu hundert Prozent aus Salzburg stammen. Deshalb trage das Zertifikat etwa auch nur jene Frischmilch von Salzburgmilch, die nicht auch von oberösterreichischen Kühen stamme, erklärte Salzburgmilch-Geschäftsführer Christian Leeb.

Seit 100 Tagen gibt es das von Schwaiger und LKS-Präsident Rupert Quehenberger initiierte Zertifikat. Mit 100 Betrieben und 500 zertifizierten Produkten seien die eigenen Erwartungen übererfüllt worden, betont Schwaiger. Das vom Künstler Hans Weyringer gestaltete "Salzburger Land"-Logo habe es geschafft, heimische Produkte sichtbar zu machen. Darauf seien die Landwirte stolz, betonte Günther Quehenberger, Geschäftsführer der Salzburger Direktvermarkter.

Nun sollen die "garantiert regionalen" Produkte verstärkt auch in die heimische Gastronomie getragen werden. Die Hürde seien dabei weniger die Lieferkapazitäten kleinerer Produzenten als vielmehr systemische Anforderungen. "Ein Küchenchef ist ja kein Sammler und Jäger, der bei 17 Direktvermarktern einkauft. Er braucht ein funktionierendes und mit dem Großhandel kompatibles Logistiksystem", schildert Schwaiger. Mit den mittlerweile erstellten Produktdatenblättern, die für Großhandelsdatenbanken erforderlich sind, sei man auf gutem Weg. Rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft soll es zudem zertifizierte Händler geben, bei denen mit Salzburger Produkten gefüllte "Genusskisten" erhältlich sind.

Aufgerufen am 22.11.2019 um 07:59 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/weg-von-billig-hin-zu-regional-so-wollen-salzburger-produzenten-der-heimischen-gastronomie-appetit-machen-76455241

Modepark Röther lebt inklusive Arbeit

Modepark Röther lebt inklusive Arbeit

Acht der 32 Mitarbeiter im Modepark Röther sind Menschen mit Beeinträchtigungen. Geschäftsführerin Monika Hager stellt diese Form der inklusiven Arbeit sehr zufrieden. Anderen empfiehlt sie sie weiter.

karriere.SN.at

Top Events

Kommentare

Schlagzeilen