Wirtschaft

Wenige Monate nach Kündigungen: Volle Auftragsbücher bei der SAG

Pinzgauer Unternehmen erhielt Auftrag über 21 Millionen Euro für Pkw-Leichtbauteile, 1000 Alu-Glasfenster für ICE-Züge. Nun werden Fachkräfte gesucht.

Die SAG sucht neue Mitarbeiter für das Headquarter in Lend.  SN/sag
Die SAG sucht neue Mitarbeiter für das Headquarter in Lend.

Trotz der Krise in der Autobranche startet die Salzburger Aluminium Group (SAG) auch in der Sparte als Kfz-Zulieferer mit vollen Auftragsbüchern ins Jahr 2021. So hat sie einen Auftrag für Pkw-Leichtbaukomponenten mit einem Volumen von 21 Millionen Euro an Land gezogen, außerdem werden ab Februar 1000 Alu-Glasfenster für ICE-Züge produziert, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das Familienunternehmen sucht derzeit dringend Fachkräfte für das Headquarter in Lend. Dabei hatte die Firma erst im vergangenen Sommer 29 Mitarbeitern gekündigt, wegen coronabedingter Einbrüche. Insgesamt beschäftigt die Unternehmensgruppe in den beiden Gesellschaften SAG Alutech und SAG Innovation somit noch rund 160 Mitarbeiter an den beiden Standorten Lend und Schwarzach.

Die SAG kann mit einer neuen Technologie - dem sogenannten Rheocasting - Qualitätsgussteile aus Aluminium in jeglicher Bauart serienmäßig und kostengünstig produzieren. Die Gewichtsersparnis beträgt rund 70 Prozent gegenüber Stahlteilen. Ein Vorteil, der einerseits bei der Reduzierung des Treibstoffverbrauchs bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, andererseits auch bei der Erhöhung der Reichweite von E-Fahrzeugen eine große Rolle spielt.

Die Unternehmensgruppe beschäftigt an zehn Standorten weltweit rund 1100 Mitarbeiter, in den beiden österreichischen Produktionsstätten in Lend und Schwarzach sind es rund 200. Die SAG ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Treibstoff-Aluminiumtanks für Lkw. Weitere Produkte sind Luftspeicher, Druckluftbehälter, Pkw-Leichtbaukomponenten sowie Spezialbauteile für die Nutzfahrzeug-, Bahn- und Sonderfahrzeugindustrie. Das Unternehmen ist darüber hinaus Hersteller von Kryotanks für flüssiges Erdgas. Der Umsatz der gesamten Unternehmensgruppe betrug 2019 rund 200 Millionen Euro, im Krisenjahr 2020 waren es rund 155 Millionen Euro. Das Ergebnis war positiv, nähere Angaben wurden nicht gemacht.

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