Wirtschaft

Weniger als 30.000: Höhepunkt der Arbeitslosigkeit überschritten

28.275 Personen waren am Montag im Bundesland Salzburg arbeitslos vorgemerkt. Mitte April waren es noch fast 33.000.  SN/APA/BARBARA GINDL
28.275 Personen waren am Montag im Bundesland Salzburg arbeitslos vorgemerkt. Mitte April waren es noch fast 33.000.

28.275 Personen waren am Montag im Bundesland Salzburg arbeitslos vorgemerkt. Im Vergleich zu Mitte März (vor dem Corona-Lockdown) ist das ein Plus von 135,4 Prozent. Einschließlich 1572 Schulungsteilnehmern waren 29.847 Menschen ohne Job.

Das entspricht für AMS-Landesgeschäftsführerin Jacqueline Beyer jener Trendwende, die sie angekündigt hatte: "Nach dem Höhepunkt Mitte April, als wir einen Zuwachs von 157 Prozent und fast 33.000 Arbeitslose verzeichnen mussten, ist das immerhin ein erkennbar eingebremster Anstieg, im Verlauf der letzten Woche sind die Arbeitslosenzahlen sogar leicht zurückgegangen." Dabei ist die Arbeitslosigkeit in allen großen Wirtschaftsklassen leicht zurückgegangen, mit Ausnahme der Bauwirtschaft: Hier ist der Rückgang mit 11,4 Prozent kräftig ausgefallen. Beyer: "Das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir auch am Bau gut doppelt so viele Arbeitslose haben wie in einem normalen Jahr zur gleichen Zeit." Denn in absoluten Zahlen sind rund 1100 Bauarbeiter landesweit arbeitslos.

Negativer Rekordhalter ist weiterhin das Hotel- und Gastgewerbe: Es zählt derzeit 11.168 Arbeitslose - plus 531 Prozent oder gut sechs Mal so viele wie vor dem Lockdown. "Im Vorjahr waren es auf dem Höhepunkt der Saisonarbeitslosigkeit gut 5000 Arbeitslose in dieser Branche; hier war auch in der vergangenen Woche noch keine Entlastung zu bemerken", sagt Beyer. Und: Vor der Wiedereröffnung der Gastronomie ist die Arbeitslosigkeit in dieser Branche mit plus 0,9 Prozent sogar weiter leicht gestiegen.

Die regionale Arbeitsmarktentwicklung ist vom abrupten Ende der Tourismussaison geprägt. Die vergangene erste Maiwoche brachte allen Bezirken leichte Rückgänge: An erster Stelle dem Lungau (minus 4,5 Prozent), gefolgt vom Tennengau (-2,9%), dem Pongau (-2,5%), dem Pinzgau (-2,4%) und dem Flachgau mit der Landeshauptstadt (-2,3%). Die steigende Arbeitslosigkeit wirkt sich auch auf die Beschäftigungsdaten aus: Ende April waren 239.572 Personen unselbstständig beschäftigt. Ein Rückgang um 5,3 Prozent oder minus 13.465 Dienstverhältnisse im Vorjahresvergleich.

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