Wirtschaft

Wenn die Rinde den Wein kalt hält

Bernhard Lienbacher aus Puch hat eine Methode gefunden, Rinde in einen Getränkekühler zu pressen. Die Idee dazu kam ihm in Thailand.

Holz und Bäume begleiten Bernhard Lienbacher schon ein ganzes Leben lang. Der 34-Jährige ist Tischler und studiert nun im Master Holztechnologie an der FH Salzburg. Vor vier Monaten hat er sich mit einem Holz-Produkt selbstständig gemacht: Unter dem Namen Barkinsulation verkauft der Pucher Weinkühler, die aus Baumrinde bestehen. "Rinde ist ein hochwertiger Rohstoff, die den Baum vor Hitze und Frost schützt", sagt Lienbacher. Derzeit werde nur ein kleiner Teil der Rinde zu Mulch verarbeitet, ein Großteil werde verbrannt.

Die Idee zum Rinden-Kühler kam Lienbacher bei einem Urlaub in Thailand. Dor habe es überall Kühler für die Flaschen gegeben. "Und die sind mir dann im Meer entgegen geschwommen", sagt der 35-Jährige. Er wollte deshalb etwas Nachhaltiges machen. Praktisch, dass er gerade mit seinen Professoren an der Dämmwirkung von Rinde forschte. Lienbacher entwickelte eine Presse für die zylindrische Form und fertig war der Kühler.

47 Euro kostet der Weinkühler, er ist auf Anfrage erhältlich. Das Konzept will der 35-Jährige gemeinsam mit seinem Partner Marko Morandini auf Thermoskannen, Trinkflaschen und Glühwein-Becher anwenden. "Wir können alles herstellen, was Lebensmittel kalt oder warm halten soll."

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