Wirtschaft

Wettrüsten geht weiter: Salzburgs Seilbahnen investieren 125 Mill. Euro

55 Millionen für neue Liftanlagen. 40 Millionen für die Beschneiung: Es ist kein Ende des Wettrüstens in Sicht.

Die Lehre aus dem schneearmen Skiwinter 2015 heißt: "Weiter investieren!" Salzburgs Seilbahner nehmen heuer um 20 Prozent mehr mehr Geld in die Hand als im Winter zuvor (2015: 105 Mill. Euro). Sie pumpen 125 Mill. Euro in die Infrastruktur. 55 Mill. in neue Liftanlagen. Die entstehen alle im Pinzgau. 40 Mill. werden in die Schneesicherheit investiert. Sprich in Beschneiungsanlagen und Speicherteiche. Davon gibt es mittlerweile 118 im Land. Salzburg weist damit die höchste Dichte an derartigen Teichen auf. Weitere 30 Mill. Euro werden für Pisten, Parkplätze, Pistengeräte und Serviceeinrichtungen in den 52 Skigebieten bereit gestellt. Salzburgs Seilbahnunternehmen beschäftigen ganzjährig 2000 Mitarbeiter.

Im Winter sind es 4500.

"Die Branche ist gut aufgestellt"

"Die Branche ist gut aufgestellt!", betont der Obmann der Salzburger Seilbahnwirtschaft, Ferdinand Eder. "Wir haben die anfänglich schwierige Wintersaison 2015/16 gut bewältigt. Jetzt bauen wir weiter für die Zukunft aus!"

Zähle man die Investitionen seit 2006 zusammen, ergebe das mehr als 1,1 Mrd. Euro, die die Seilbahnwirtschaft für Modernisierungen und Verbesserungen aufgewendet habe. Gemeinsam mit dem Tourismus seit die Seilbahn- und Liftbranche der investitionsstärkste Sektor in der Salzburger Wirtschaft. Und das mit zahlreichen Wertschöpfungseffekten für viele andere Branchen. Ferdinand Eder: "Vor allem aber verbessern wir weiter Sicherheit, Komfort und Schneekompetenz für unsere Kunden, sind wichtiger Treiber für den Tourismus, und das nicht nur im Winter!"arkplätze, Pistengeräte, Service- und Gastronomieeinrichtungen.

Sommerbetrieb sichert Umsätze

Das Konzept "Sommer am Berg", eine Initiative der österreichischen Seilbahnbranche zur Belebung des Bergsommers, gehe auf. 58 Betriebe hätten entschlossen, den Seilbahnbetrieb im Sommer mit attraktiven Angeboten am Berg zu kombinieren. Vom Spielspaß für Familien bis zur Kultur. Qualitätschecks würden das Niveau des Angebots sichern. In Salzburg machen 13 Bergbahnen mit 15 Spezialisierungen mit. "Wir verzeichnen dabei eine sehr gute Entwicklung im Sommer", berichtet Eder. Zwar ist das Winteran-gebot naturgemäß viel stärker, man habe aber in relativ kurzer Zeit einen Umsatzanteil von 15% im Sommer erreicht - mit Tendenz nach oben. "Das gleicht das Winterrisiko ein wenig aus", erklärt der Salzburger Fachgruppenobmann.

Kleinen Skigebieten helfen

Gemeinsam mit dem Land Salzburg unterstütze die Salzburger Seilbahnwirtschaft auch 2016/17 wieder Kleinstliftbetreiber aus dem von den beiden Partnern eingerichteten Unterstützungsfonds. Die finanzielle Hilfe soll zum Erhalt kleiner Liftanlagen beitragen. Heuer konnten 14 Anträge positiv erledigt werden, insgesamt werden 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Seit 2010 wurden insgesamt mehr als 700.000 Euro für Kleinstliftbetreiber zur Verfügung gestellt. Dadurch solle vor allem Kindern und Jugendlichen der Zugang zum Wintersport im Nahbereich ihres Wohnortes ermöglicht bzw. erleichtert werden. Der Zuschuss sei mit maximal 10.000 Euro je Skiliftunternehmen begrenzt.

Aufgerufen am 14.11.2018 um 09:30 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/wettruesten-geht-weiter-salzburgs-seilbahnen-investieren-125-mill-euro-1050760

Schlagzeilen