Wirtschaft

Wie Phönix aus der Asche: Gastein ist stolz aufs Bellevue

Bad Gasteiner Traditionshotel blickt auf eine bewegte Geschichte und eine Katastrophe zurück. Etwa jede zehnte Übernachtung entfällt auf das Hotel-Ensemble der Mondi-Gruppe. .

Buchstäblich wie der Phönix aus der Asche ist vor rund einem Vierteljahrhundert das Hotel Bellevue in Bad Gastein
einer Brandruine entstiegen. Nun hat das berühmte Hotel eine Chronik. Das 210 Seiten starke Buch wurde am Donnerstagabend auf der legendären Bellevue-Alm präsentiert.

Erbaut im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts erheblich vergrößert, ist es eines der großen Traditionshotels des Weltkurorts. Schon früh fand es sich in bekannten Reiseführern. Das Bellevue avancierte zum Grand Hotel mit prominenten Gästen aus aller Welt.

Bauherr des "neuen", 1996 eröffneten Bellevue ist Leonhard Dörr, Chef der Mondi-Unternehmensgruppe mit Sitz in München. Im Dezember 1992, kurz vor Beginn der Weihnachtssaison, war es in Wührers Parkhotel Bellevue zur großen Brandkatastrophe gekommen. Das Haupthaus wurde zerstört, glücklicherweise kamen keine Menschen zu Schaden. Auf den Resten der Grundmauern entstand ein Resort mit mehr als 200 Zimmern, Suiten und Appartements.

Die Familie Dörr konnte zur Buchpräsentation Gratulanten wie Adi Werner begrüßen. Der Hotelier vom Arlberg Hospiz in St. Christoph blickte auf seine Lehre in dem Bad Gasteiner Hotel zurück. Auch Hotelierskollege Olaf von der Wettern gratulierte als neuer Tourismusverbandsobmann. Bürgermeister Gerhard Steinbauer: "Mit jährlich rund 110.000 Nächtigungen aus mehr als 60 Nationen verzeichnet das Bellevue heute zirka zehn Prozent der Gesamtnächtigungen Bad Gasteins und es ist für 80 Mitarbeiter ein guter und sicherer Arbeitgeber."

Die Geschäftsführung ist Familiensache. Im Bild Leonhard Dörr, Inhaber von Mondi Holyday, mit Tochter Sandra Krause und Sohn Mike Dörr und dem neuen Buch zum Bellevue, das Monika Lokau und Roland Stark aus München herausgegeben haben.

Die Bellevue-Alm in Bad Gastein ist nicht zuletzt durch ihren eigenen privaten Sessellift bekannt, den schon Skilegende Toni Sailer benutzte, und durch die hauseigene Rodelbahn.

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