Wirtschaft

"Zehn weitere goldene Jahre für die Anleger"

Die Bilanz über das Coronajahr fällt bei der Zürcher Kantonalbank Österreich alles andere als negativ aus.

"Wir hatten ein sehr bewegtes, aber insgesamt gutes Jahr", sagt Vorstandsvorsitzender Hermann Wonnebauer. Die Kundenportfolios stiegen im vergangenen Jahr - je nach Anlageverhalten - zwischen 2,5 und neun Prozent. Ein gutes Jahr mitten in der Wirtschaftskrise, wie kann das sein? "Die Krise hat auf der persönlichen Ebene jeden erwischt. Die Finanzmärkte hat es aber weitgehend verschont, weil die Staaten richtig reagiert haben und - im Gegensatz zu 2008 - gleich den Geldhahn aufgedreht haben. Das war die richtige Entscheidung", sagt Wonnebauer.

Dass die Aktienmärkte sich so kontinuierlich erholten, war im Frühjahr aber nicht absehbar. "Natürlich ist da im März am Papier viel Geld verloren gegangen. So cool kann man gar nicht sein, dass man da ruhig bleibt", erinnert sich der Vorstandsvorsitzende. Auf einen extremen Rückgang folgte aber ein rascher Anstieg. Bereits Mitte des Jahres sei man bei der Zürcher wieder auf null gestanden.

Wie geht es nun weiter an den Finanzmärkten? Auf zehn goldene Anlegerjahre würden zehn weitere folgen, prophezeit Wonnebauer. "Die Wahrscheinlichkeit ist hoch. Das Zinsniveau wird niedrig bleiben, das begünstigt Aktien." Investments in Nachhaltigkeit werden weiter an Fahrt aufnehmen, auch durch die geplanten Hunderte Milliarden schweren Klimaschutz-Programme von EU und den USA.

Die Zürcher Kantonalbank Österreich mit Sitz in Salzburg und Standort in Wien ist auf Private Banking spezialisiert und betreut vermögende Privatpersonen, Stiftungen und Unternehmer in Österreich und Süddeutschland. Das verwaltete Kundenvermögen liegt mittlerweile bei 2,6 Mrd. Euro.

Auch bei der Kundenkommunikation ging man bei der Zürcher in der Pandemie neue Wege. So wurde etwa ein Podcast gestartet. Dieser komme gerade bei jungen Investoren gut an, erzählt Wonnebauer. Besprochen wurden Negativzinsen ebenso wie der Goldpreis oder der Gamestop-Hype. Dass über Online-Broker und Investment-Apps mehr junge Menschen den Weg an die Aktienmärkte finden, wertet Wonnebauer positiv. "Die Schwelle ist niedriger." Er warnt aber vor der Gefahr der Casino-Mentalität bei diesen Investments.

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