Wirtschaft

Zwei Ladys kultivieren das Stadtradeln

"Nur" das Stadtrad gibt es nicht. Wer Tag für Tag im Sattel sitzt, profitiert von gutem Material. Anne und Gabi setzen diese Philosophie in ihrem Laden "Stadtrad" um. Reparaturservice inklusive.

Bei unserem Besuch feiern die Damen ihren ersten Geburtstag - sprich den ihres Fahrradgeschäfts. Vor einem Jahr haben sie sich in der Franz-Josef-Straße niedergelassen. "Weil es der beste Stadtteil ist, mit ganz speziellen Leuten", sagt Gabi Endl, eine der Betreiberinnen. Die zweite ist Anne Rettenbacher. Die beiden haben zuvor schon zusammengearbeitet, das "Stadtrad" führen sie als gleichwertige Partnerinnen.

Ihr Instinkt, sich im Andräviertel anzusiedeln, trog sie nicht, mit dem Geschäftsgang sind sie sehr zufrieden, wie sie im Interview zwischen Rädern, Körben, bunten Helmen und Klingeln, Rucksäcken und Taschen aller Arten betonen.

Ihr Bestreben ist es, wie der Name schon sagt, Stadträder zu verkaufen. "Wir bemühen uns zu 100 Prozent, die Lust aufs Radfahren in der Stadt zu wecken", sagt Endl. Gerade Salzburg sei prädestiniert dafür. "Wir sind auf dem Weg, aber das Unterfangen ist doch noch stark ausbaufähig."

Viele der stylischen Fahrräder im Laden des Salzburger Duos ziert der Schriftzug "Gazelle". Dabei handelt es sich um eine holländische Radmarke, die seit 1892 existiert und Design und Robustheit vereint. "Ein Stadtrad muss etwas aushalten", sagt Rettenbacher. Auch Lastenräder, Kinderräder und Laufräder haben die beiden im Sortiment. Als den "Rolls Royce" unter den Falträdern bezeichnen sie die Vertreter der englischen Marke Brompton, die perfekt zum urbanen Leben passen. Sie sind leicht, lassen sich auf kleinstem Raum zusammenklappen und können ergo gratis in Bus und Bahn transportiert werden. Selbst im Flugzeug gehen sie als Handgepäck durch. Salzburg-Wien-Pendler wüssten sie durchaus zu schätzen - trotz des stolzen Preises ab 1300 Euro. Die übrigen Fahrräder bewegen sich preislich zwischen 400 und 1200 Euro. Liebhaber von Details können sie mit farbenfrohen Sattelüberzügen oder Stoffblumen aufpeppen.

Gut genutzt wird auch die Werkstatt, wo die Mechaniker Ronny und Oliver kleine und größere Reparaturen sowie Services durchführen - und zwar für Fahrräder aller Art. Nicht durchgehen lässt Endl ihren Kunden den Sager: "Ist ja nur mein Stadtrad." "Es gibt nicht nur das Stadtrad. Damit fährt man täglich. Es ist der Autoersatz. Und es macht wesentlich mehr Spaß mit gutem Material."

Aufgerufen am 19.09.2018 um 03:39 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/zwei-ladys-kultivieren-das-stadtradeln-25130626

Ein Fest für 1300 Jahre Rupert und Erentrudis

Ein Fest für 1300 Jahre Rupert und Erentrudis

Das Jahr 718 wird als das Sterbejahr der heiligen Erentrudis und ihres Onkels, des heiligen Rupert, angenommen. Die Erzdiözese würdigt das am 24. September, gleichzeitig lädt sie zum Zukunftsfest. Eine ganze …

Bergkristalle bis Salami: Geschenke für EU-Gäste

Bergkristalle bis Salami: Geschenke für EU-Gäste

Für die politischen Gäste aus den EU-Staaten, die heute, Mittwoch, nach und nach in der Stadt Salzburg eintreffen, wartet eine Reihe an Geschenken. Was es so gibt? Hochprozentiges, Schmackhaftes sowie …

Millionenschwindel mit Diesel: Acht Männer angeklagt

Millionenschwindel mit Diesel: Acht Männer angeklagt

Die acht Männer sollen mit einem ausgeklügelten System 8,9 Millionen Liter unversteuertes Öl aus Polen importiert und vornehmlich in Wien als Originaldiesel verkauft haben. Steuerschaden für die Finanz: 3,8 …

Schlagzeilen