Wohnen, der ewige Aufreger

Sehr nett war es nicht. Dass Bürgermeister Heinz Schaden seinem Planungsstadtrat überraschend eines von dessen Lieblingsbauprojekten versenkt.

Autorenbild
Nachrichten aus Salzburg Christian Resch

Und dann noch kritisiert, dass der Stadtrat es mit dem geförderten Wohnbau in letzter Zeit nicht genau genug genommen habe. Kein Wunder, dass Johann Padutsch pikiert reagiert - und einwirft, dass die Forderungen des Bürgermeisters ja ohnehin schon längst erfüllt würden.

Doch abseits öffentlich ausgetragener Streitereien wissen beide: Der Schlüssel für den Erfolg oder Misserfolg von Politik in dieser Stadt liegt im Wohnen. Wenn Menschen, die hier geboren sind, sich längst kein Haus mehr leisten können, wenn selbst eine gebrauchte Wohnung unerschwinglich wird - dann muss eine Stadtregierung eingreifen. Dass es neues Bauland nur noch gibt, wenn dort soziale Mietwohnungen gebaut werden, ist daher gut und richtig. Darin sind sich Schaden und Padutsch auch einig.

Was den Priesterhausgarten selbst betrifft: Den klerikalen Eigentümern stünde es nicht schlecht an, bei der Vermarktung ihres Grundstücks einen Schritt weiter zu denken. Und die Parzelle am Ende doch so wohlfeil abzugeben, dass nicht nur Großverdiener dort wohnen können. Zwingen kann die Kirche dazu niemand. Christlich wäre es allemal.

Aufgerufen am 26.11.2020 um 03:04 auf https://www.sn.at/salzburg/wohnen-der-ewige-aufreger-5947777

Schlagzeilen