Salzburger Festspiele

Dirigieren kann politisch provozieren

Die Wirkung von Politik auf Kunst war selten so krass wie in der NS-Zeit.

Die Geigerin Alma Rosé 1927. Sie spielte in Salzburg und starb in Auschwitz.  SN/önb, bildarchiv austria
Die Geigerin Alma Rosé 1927. Sie spielte in Salzburg und starb in Auschwitz.

"Man kann sich heute nicht vorstellen, dass das Dirigieren eine weltpolitische Provokation gewesen sein kann", konstatierte der ORF-Journalist Gerhard Jelinek mit Blick auf die 1930er Jahre der Salzburger Festspiele. Derart provozierend war, als Arturo Toscanini in Salzburg 1936 und 1937 Richard Wagners "Meistersinger" dirigierte. Eigentlich waren dies den Bayreuther Festspielen vorbehalten. Hitler habe diese Provokation mitbekommen, sagte Gerhard Jelinek am Donnerstag, beim dritten und letzten Teil des 1918 und 1938 gewidmeten Salzburger-Festspielsymposiums.

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