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Salzburger Festspiele

Hier stehen Klassik und Moderne Saite an Saite

"Highway to Hell" mit dem Streichquartett? Dass derartiges wunderbar harmoniert, will Petra Toscany mit Classic Rocks beweisen.

Petra Toscany (Mitte) mit ihrem Streichquartett Classic Rocks: Izabella Egri, Vladi Markovic, Sonja Novcic, Balazs Moldiz. SN/classic rocks, petra toscany, salzburg 24072017, shooting
Petra Toscany (Mitte) mit ihrem Streichquartett Classic Rocks: Izabella Egri, Vladi Markovic, Sonja Novcic, Balazs Moldiz.

Wenn am kommenden Feitag und Samstag des Fest zur Festspieleröffnung die Stadt Salzburg an 30 Spielorten zur Bühne macht, dann hat Petra Toscany auch einen Teil dazu beigetragen. Die 35-Jährige steht hinter der Künstlervermittlung und dem Crossover-Streichquartett Classic Rocks. Von 19.45 bis 20.30 Uhr (Freitag) geigt Toscanys Ensemble aus Geigen, Viola und Violoncello auf dem Alten Markt bzw. bei Schlechtwetter im Rathaus auf. Sie selbst steht dabei im Hintergrund, denn sie könne zwar musizieren, "aber nicht so, dass ich auf einer Bühne stehen sollte", berichtet die Salzburgerin. Das, was sie ihren Künstlern voraushabe, sei ihr Organisationstalent. Und genau das hat sie mit Jahresbeginn auch zu ihrer Profession gemacht - mit ihrer Künstlervermittlungsagentur.

Nach zwölf Jahren als Angestellte im klassischen Konzert-Veranstaltungsbereich habe ihr der "Pepp" gefehlt, sowohl in der Musik als auch im Berufsleben. "Ich wollte für mich arbeiten und meine eigenen Träume umsetzen", sagt Petra Toscany. Nun manage sie einen Pool von rund zwölf Musikern, die entweder ein Studium am Mozarteum oder an der Musikuniversität Graz absolviert haben und sich ganz dem Crossover verschrieben haben. Die wechselnde Besetzung ihres Streichquartetts Classic Rocks kann bei Bedarf auch erweitert und ergänzt werden - vom Opernsänger bis zum Ziehharmonikaspieler. Beim Fest zur Festspieleröffnung erwartet die Zuhörer eine Mischung aus Klassik und Moderne: Von "Pippi Langstrumpf", Evergreens wie Michael Jacksons "Billy Jean" oder Udo Jürgens' "Aber bitte mit Sahne" bis zur Filmmusik von "Fluch der Karibik" und "Narcotic" von Liquido. "Und natürlich Csárdás", erklärt Petra Toscany, denn zwei Mitglieder des Quartetts sind gebürtige Ungarn.

Für den Herbst ist eine dreiteilige Konzertreihe im Gwandhaus geplant. Auch dort wird es einen Ungarn-Schwerpunkt geben, aber auch ein "nicht zu trockenes" Salzburg-Special und ein Weihnachtskonzert, bei dem das Publikum mitsingen darf.

Auch sonst hat Petra Toscany noch so einiges vor. Ihre Künstler kann man buchen. Ungewöhnliche Einsatzorte wie zuletzt ein wackeliges Floß am Attersee betrachtet Petra Toscany als Herausforderung. "In drei bis vier Jahren beim Songcontest zu landen, das ist mein Ziel. Und träumen darf man ja."

Aufgerufen am 03.12.2021 um 08:47 auf https://www.sn.at/salzburger-festspiele/hier-stehen-klassik-und-moderne-saite-an-saite-32176159

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