Salzburger Festspiele

Kritik: "Die Perser" - Das Heer der Perser vergeht in Schmach

Siegessichere Männer brechen auf, um Ruhm und Reichtum zu mehren. Doch verblendet von ihrer Macht stürzen sie ins Elend.

Der Männerchor, Darsteller der Boten und der Armee des Xerxes bewegen sich auf drehenden Scheiben. SN/APA/BARBARA GINDL
Der Männerchor, Darsteller der Boten und der Armee des Xerxes bewegen sich auf drehenden Scheiben.

So einen martialischen Aufmarsch des persischen Heeres, so eine schmachvolle Seeschlacht und so eine grauenhaft mitreißende Klage der Besiegten wie am Samstagabend bei der Premiere von Aischylos' "Persern" hat noch kein Theaterpublikum erlebt. Dabei fließt kein sichtbares Blut, es stechen keine Lanzen, keines der Hunderten von den Griechen fatal gerammten persischen Schiffe dreht seinen Bauch nach oben. Doch Sätze wie "Schrecklich, vom Schicksal zerzaust, seht mich: das nackte Elend!" gehen durch Kopf, Brust und Bauch.

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