Der Weg zur Poesie ist wieder offen

Weil die Salzburger Festspiele heuer zum Weinen sind, werden sie zum kulturpolitischen Glücksfall.

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Seismografisches Gebilde . . . SN/wizany
Seismografisches Gebilde . . .

Als der Pianist András Schiff die ersten schlichten Töne seiner Zugabe anschlug, brach im Parterre Mitte ein entsetzliches Stöhnen aus. Schlaganfall? Herzinfarkt? Rettung rufen? Nein. Franz Schuberts Ges-Dur-Impromptu hatte bloß ein lautstarkes Weinen ausgelöst. Es war nicht der einzige Tränenfluss dieses Salzburg-Sommers, aber vermutlich der bitterlichste.

Eine so innige Berührung passiert nicht beim Streaming. Sie erwächst auch nicht beim 99. Abspielen der Schubert-CD als Hintergrundgedudle. Sie erfordert konzentriertes Einlassen, unmittelbar lebendige Interpretationen sowie Wissen und Erfahrung. Künstler wie ...

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Aufgerufen am 28.11.2020 um 01:16 auf https://www.sn.at/salzburger-festspiele/leitartikel-der-weg-zur-poesie-ist-wieder-offen-92077603