Salzburger Festspiele

Premierenkritik: "L'incoronazione di Poppea": Leidenschaft fordert Opfer

Ein Kaiser liebt und lässt andere leiden: "L'incoronazione di Poppea" gerät zum Gesamtkunstwerk.

Ein Tyrann verliebt sich in eine reizvolle Frau. Gemeinsam räumen sie alles aus dem Weg, was ihrer Lust im Weg steht: die jeweiligen Ehepartner, aber auch die Stimme der Vernunft. Die Leidenschaft fordert Menschenopfer. Was in unserem goldenen Streaming-Zeitalter durchaus zum Serienplot taugen könnte, hat als Oper bereits fast 375 Jahre überstanden. Claudio Monteverdis "L'incoronazione di Poppea" ist ein Werk, das nicht mit unseren moralischen Grundsätzen korrespondiert. Monteverdi verweigert auch jegliche psychologische Begründung für das grausame Handeln von Nerone und Poppea.

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